Sima: S1-Lückenschluss bringt wichtige Transit-Entlastung für Wien!

Wien (OTS) – Wiens Mobilitätsstadträtin Ulli Sima begrüßt die
heutigen
Ankündigungen von Verkehrsminister Hanke, den Lückenschluss des
Regionenrings im Norden Wiens auf den Weg zu bringen: „Jede größere
Stadt in Österreich und Europa hat eine Umfahrung, nur die 2-
Millionenstadt Wien nicht. Wir haben durch den S1-Stopp durch die
ehemalige grüne Verkehrsministerin Leonore Gewessler bereits sehr
viel Zeit verloren, um die Menschen von der unerträglichen
Transitbelastung zu befreien und die klimafitte Stadtentwicklung
Wiens voranzutreiben “, so Sima in einer ersten Reaktion.

S1 beendet Verkehrshölle in der Donaustadt

Die S1 bringt den lange geplanten und dringend nötigen
Lückenschluss im sogenannten „Regionenring“ um Wien. Er leitet den
Transitverkehr um die Stadt herum und entlastet die Südosttangente,
die meistbefahrene Autobahn Österreichs. Ein aktueller Bericht der
ASFINAG verdeutlicht die tägliche Verkehrshölle auf der Tangente:
195.000 Fahrzeuge sind an einem klassischen Werktag im Abschnitt St.
Marx – Prater unterwegs, zu Spitzenzeiten sind es sogar über 220.000.
5,5 stunden stehen die Autos dort jeden Tag still. Ein Problem für
sich ist der massive LKW-Verkehr von 4 Mio. Fahrzeugen pro Jahr,
davon rund eine Million auf der Durchfahrt, also Transit-LKW. „Wir
brauchen die Umfahrung und eine 6. Donauquerung zur Entlastung vom
Verkehr und vor allem vom Transitverkehr, der künftig nicht mehr
durch die Stadt donnern soll“, so Sima. Ohne S1 wird der gesamte
Transitverkehr – und zwar vom Baltikum bis zur Adria – weiter mitten
durch Wien geführt, die sei inakzeptabel.

70.000 Fahrzeuge weniger pro Tag auf der Tangente

Laut aktuellen Berechnungen des ARBÖ bringt die Nordostumfahrung
eine Entlastung der Tangente von 70.000 Autos pro Tag. „Man könnte
dann überlegen, die Tangente für den Transitverkehr zu sperren und
eine Fahrspur etwa nur für E-Busse oder Fahrräder zu reservieren“, so
die Stadträtin. „Das würde die zahlreichen Anrainer*innen vor allem
der Bezirke 22, 23,2,3,10 und 11 massiv entlasten, die vom Verkehr
auf der Tangente betroffen sind. Doch ohne 6. Donauquerung ist das
nicht umsetzbar, da sich die nächste Querung nach der Wiener
Praterbrücke erst 48 Kilometer flussabwärts befindet“. Sima begrüßt
auch den Plan Hankes, den LKW-Durchzugsverkehr durch smarte
Verkehrslösungen von der Südosttangente aus der Stadt zu bringen.

Klimafitte Stadtentwicklung weiterführen – „Wüste Gobi“ endlich
beleben

Der Stopp der S1 durch die grüne Ex-Ministerin hat nicht nur die
lang ersehnte Verkehrsentlastung verhindert, er verzögert auch die
dringend notwendige klimafitte Stadtentwicklung im Nordosten Wiens
und den Bau von leistbarem Wohnraum. „Wir haben in Wien unsere
Hausaufgaben gemacht und die Öffis in der Donaustadt massiv
ausgebaut, es gibt dort U-Bahn, Schnellbahn, Busse und Straßenbahnen.
Ab 6. Oktober fährt eine weitere Linie, die neue Linie 27 von Aspern
Nord bis Strebersdorf. Zudem haben wir die Parkraumbewirtschaftung
flächendeckend umgesetzt. Aber es braucht eben auch eine
Straßenanbindung für ein neues Stadtentwicklungsgebiet, in dem
künftig rund 60.000 Menschen – ungefähr so viele wie in St. Pölten –
leben sollen“, so die Stadträtin.

Die Spange S1 ist gemeinsam mit der sich in Bau befindlichen
Stadtstraße die Voraussetzung u.a. für den Vollausbau der Seestadt
Aspern mit Wohnungen für rund 20.000 Menschen! Für die Errichtung der
Seestadt Nord sind Stadtstraße und S1-Spange in der städtebaulichen
UVP zwingend vorgeschrieben. Ohne diese Wohnungen kommt es zu
Wohnungsknappheit und somit zu höheren Wohnkosten in ganz Wien. Der
Bau dieser leistbaren und klimafitten Wohnungen mit
Fernwärmeanschluss und wenig Bodenverbrauch hätte schon längst
beginnen sollen. „Mit einem Fingerschnipp könnten umgehend tausende
neue, leistbare, dringend benötigte Wohnungen errichtet werden. Die
komplette Infrastruktur in der Seestadt ist vorhanden, die Bauträger
stehen in den Startlöchern und warten seit Jahren darauf, endlich
bauen zu können, es fehlt einzig die Straßenanbindung. Heute gleicht
der Nordteil der Seestadt mangels Straßenbau leider der Wüste Gobi,
weil die Bauarbeiten für Wohnungen seit vielen Jahren nicht starten
können“, so Sima.

Die Stadträtin für Stadtentwicklung hofft, dass nun schnell
wieder Bewegung in die Sache kommt. „Die heutige Entscheidung ist ein
wichtiger und entscheidender Schritt des Mobilitätsministers, der
sich zu diesem für Wien und die gesamte Ostregion so wichtigen
Projekt bekennt“, sagt Sima. Und weiter: „Wir wollen endlich mit dem
Weiterbau klimafreundlicher Wohnungen für die wachsende Stadt starten
und zudem die Wienerinnen und Wiener vom Transitverkehr entlasten.“
Wien erledigt seine Hausaufgaben, baut die Öffis massiv aus,
reduziert den Verkehr und setzt auf Verkehrsberuhigung in den
Wohngebieten. Eine Umfahrung der Stadt zur Entlastung vom
Transitverkehr sei überfällig und nun erfreulicherweise auf den Weg
gebracht, so Sima.