Wien (OTS) – Diesen Donnerstag wird die saudi-arabische
Frauenrechtsaktivistin
Manahel al-Otaibi 32 Jahre alt. Ein Geburtstag, den sie wieder in
Haft verbringen muss. Manahel hatte sich auf X (vormals Twitter) für
Frauenrechte eingesetzt und war deshalb zu einer saudischen
Gefängnisstrafe von elf Jahren verurteilt worden. Seit November 2022
befindet sie sich in Haft. Die außenpolitischen Sprecherinnen und
Sprecher von SPÖ, Petra Bayr, von NEOS, Nikolaus Scherak, und der
Grünen, Meri Disoski, fordern gemeinsam mit Gudrun Kugler, der ÖVP-
Bereichssprecherin für Internationale Entwicklung, EZA und
Menschenrechte, die sofortige und bedingungslose Freilassung. ****
Nach großem internationalem Druck wurde die Haftstrafe im August
2025 auf fünf Jahre sowie ein anschließendes fünfjähriges Reiseverbot
reduziert, doch freigelassen wurde die Aktivistin nicht. Manahel
erhält nur eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung und
ihre Familie bekommt kaum verlässliche Informationen über ihren
Zustand oder ihre Behandlung. Es sei das mindeste, dass die Familie
in regelmäßigen Abständen Informationen über Manahels
Gesundheitszustand erhält, so die Abgeordneten.
„Manahel al-Otaibi wurde nur deshalb verurteilt, weil sie sich
friedlich für Frauenrechte einsetzte. Sie wurde in Haft geschlagen
und es wurde ihr medizinische Versorgung verweigert. Es ist unsere
demokratische Pflicht, laut zu werden, wenn sich mutige Menschen
gegen autoritäre Praktiken auflehnen”, so Gudrun Kugler, Petra Bayr,
Nikolaus Scherak und Meri Disoski. (Schluss) ah/bj