Prominente gegen Verlegung des Laakirchner KZ-Mahnmals

Wien (OTS) – Die Kritik des Mauthausen Komitees und des OÖ.
Antifa-Netzwerks am
Laakirchner Bürgermeister Fritz Feichtinger , der entgegen seiner
Zusage das lokale KZ-Mahnmal vom Zentrum in den Friedhof verlegen
will, hat ein bundesweites Echo gefunden.

Jetzt appellieren bekannte Persönlichkeiten an den Stadtchef,
seine Zusage einzuhalten. Cornelius Obonya schreibt als Präsident der
Aktion gegen den Antisemitismus, die Verlegung wäre ein „fatales
Zeichen“. Mehrere andere Kulturschaffende, darunter Elfriede Jelinek
, Erwin Steinhauer , Robert Schindel , Monika Helfer , Gerhard Ruiss
, Doron Rabinovici , Reinhold Bilgeri , Chris Lohner und Franzobel ,
wenden sich ebenfalls mit einer klaren Botschaft an Feichtinger:
„Ihre neun ermordeten Mitbürger haben Anspruch darauf, dass das ihnen
gewidmete Mahnmal nicht als Verschubmasse behandelt wird, sondern im
Zentrum verbleibt.“

Der Laakirchner Bürgermeister hat die Opferverbände – KZ-Verband
und Sozialdemokratische Freiheitskämpfer – für Donnerstagabend zu
einem Gespräch eingeladen.

„Wir begrüßen, dass der Bürgermeister jetzt mit den
Opferverbänden redet, nachdem er sie wochenlang nicht einmal
zurückgerufen hat“, sagt Willi Mernyi , Vorsitzender des Mauthausen
Komitees Österreich.

„Unsere Forderung ist ganz klar: Bürgermeister Feichtinger soll
tun, was er den Opferverbänden ausdrücklich versprochen hat. Wenn er
jetzt versucht, seine damalige Zusage als unverbindliche
Absichtserklärung darzustellen, glaubt das niemand. Damit hätten sich
die Opferverbände nicht zufriedengegeben!“, betont Netzwerk-Sprecher
Robert Eiter .

Am Dienstag, dem 24. Februar, findet um 18 Uhr beim KZ-Denkmal in
Laakirchen eine Kundgebung des KZ-Verbandes statt. Das Mauthausen
Komitee Österreich und das OÖ. Antifa-Netzwerk rufen zur Teilnahme
auf.

Download der Briefe:

Brief Obonya

Brief weitere Kulturschaffende