Pröll: Ein Monat IFG – Transparenz schafft Vertrauen mit data.gv.at

Wien (OTS) – Vor einem Monat ist das neue Informationsfreiheitsgesetz
(IFG) in
Kraft getreten. Österreich hat damit das Amtsgeheimnis abgeschafft
und eine historische Trendwende eingeleitet: Transparenz, Bürgernähe
und digitaler Zugang zu Informationen sind der neue Standard.

„Mit dem Informationsfreiheitsgesetz haben wir ein Versprechen
eingelöst: Wir haben das Amtsgeheimnis abgeschafft und stellen den
Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen Informationen zur
Verfügung. Mit data.gv.at schaffen wir die Grundlage für mehr
Vertrauen, moderne Services und neue Chancen für Wirtschaft,
Forschung und Gesellschaft“ , betont Staatssekretär Alexander Pröll.

Transparenz zum Nutzen aller

Seit 1. September veröffentlichen Verwaltungsorgane von Bund,
Ländern und Gemeinden ab 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern
Informationen von allgemeinem Interesse proaktiv im
Informationsregister auf data.gv.at.

Dadurch erhalten Bürgerinnen und Bürger digitale, barrierefreie
Einsicht. Das verfassungsrechtlich garantierte Recht auf
Informationszugang ermöglicht zusätzlich den Abruf weiterer Daten
direkt bei der Behörde – mit klar geregelten Fristen. Offene Daten
reduzieren Verwaltungsaufwand, stärken Data Governance und schaffen
einen Mehrwert für alle.

Bilanz nach einem Monat

Die ersten Zahlen zeigen: Das IFG wirkt. Im Bundeskanzleramt
gingen bisher 40 Anfragen ein. Alle Anfragen wurden fristgerecht
beantwortet. Das Themenspektrum ist sehr breit, angefragt wurden u.
a. Kosten von gesetzten Maßnahmen oder vom BKA in Auftrag gegebene
Gutachten.

Auf data.gv.at wurden über 500 zusätzliche Datensätze
veröffentlicht, darunter Studien, Gutachten und Verträge über 100.000
Euro. Dies ging mit einer Verdreifachung der Seitenaufrufe, Downloads
und Verweildauer einher.

Mittlerweile sind über data.gv.at insgesamt abrufbar:

56.322 Datensätze

1.874 veröffentlichende Stellen

798 Anwendungen

„Wer die Daten von heute teilt, schreibt die Geschichte von
morgen. Open Data schafft nicht nur Transparenz, sondern ermöglicht
es, innovative Lösungen zu entwickeln und den digitalen
Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken. Wir stellen somit allen
Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen den Datenschatz der
Republik kostenlos zur Verfügung“, betont Staatssekretär Alexander
Pröll .

Bisher wurden die IFG-Anfragen erfolgreich beantwortet. Laut dem
Österreichischen Gemeindebund sei ein echter Anfragenansturm bisher
ausgeblieben und auch die Gemeinden hätten sich auf die neue
Rechtslage gut vorbereitet. Es zeigt sich daher, dass sich das
umfangreiche Schulungsangebot und die umfangreichen Vorbereitungen
auf die neue Gesetzeslage auf allen Ebenen ausgezahlt haben.

Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger – Entlastung für die
Verwaltung

Die technische Anbindung von Fachanwendungen macht die
Veröffentlichung einfach und rechtssicher. Für Bürgerinnen und Bürger
bedeutet das einen schnellen und umfassenden Zugang zu Informationen.
Für die Verwaltung reduziert sich der Aufwand durch die proaktive
Bereitstellung – Daten liegen nicht länger ungenutzt in Silos,
sondern werden aktiv genutzt.

„Wir stärken das Vertrauen in die Verwaltung und schaffen die
Basis für evidenzbasierte Entscheidungen. Data Governance ist kein
Selbstzweck, sondern Fundament für innovative Services und
transparente Politik“ , so Pröll.

Über data.gv.at

data.gv.at ist das zentrale Datenverzeichnis der österreichischen
Verwaltung mit mehr als 56.000 Datensätzen von über 1.800
Organisationen. Es zählt zu den umfassendsten Open-Data-Plattformen
Europas und entwickelt sich stetig weiter – als Herzstück der
österreichischen Transparenz- und Innovationspolitik.