Wien (OTS) – Sie sind krebserregend, stören das Hormonsystem und
bleiben für
Jahrhunderte in Böden und Gewässern: Um „Gift in unserem Alltag“ und
„Die Plage der PFAS“, der so genannten „Ewigkeitschemikalien“ in
beschichteten Pfannen, Outdoor-Kleidung und Feuerlöschschaum, dreht
sich alles am Mittwoch, dem 2. September 2026, um 20.15 Uhr in ORF 1
und auf ORF ON in der gleichnamigen Doku (Regie: Stenka Quillet und
Quentin Noirfalisse). Per- and Polyfluoroalkyl Substances, kurz PFAS,
die einst als technischer Fortschritt gefeiert wurden, gelten als
eine der größten Umwelt- und Gesundheitsbedrohungen der heutigen
Zeit. Der Film begleitet Betroffene und Forschende sowie
Aktivistinnen und Aktivisten im Kampf gegen eine unsichtbare
Verseuchung. Von Hafturteilen in Italien bis zu Werksschließungen in
Frankreich – die Skandale erschüttern die Chemieindustrie. Neue
Gesetze und Forschungsergebnisse geben zwar Hoffnung, doch die
unbequeme Wahrheit bleibt: PFAS verschwinden nie. In der
anschließenden Doku „Aufgeblasen und verwässert – der Schmäh mit den
Füllstoffen“ (21.45 Uhr, ORF 1 und ORF ON) werden Betriebsgeheimnisse
der Lebensmittelindustrie aufgedeckt.
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In Italien wurden 2025 mehrere Manager eines PFAS-Zulieferers in
einem aufsehenerregenden Prozess zu langen Haftstrafen verurteilt. Im
südfranzösischen Salindres schloss der Chemiekonzern Solvay offiziell
aus wirtschaftlichen Gründen sein Werk – doch Anwohner:innen und
ehemalige Mitarbeiter:innen berichten von massiver Boden- und
Grundwasserverschmutzung. In Baden-Württemberg hat die Stadt Rastatt
die Wasserpreise erhöht, um teure Reinigungsverfahren zu finanzieren,
und überwacht die Landwirtschaft streng, um weitere Kontaminationen
zu verhindern.
Während in den USA seit Jahrzehnten juristisch gegen PFAS-
Hersteller vorgegangen wird, hinkt Europa hinterher. Doch
Bürgerinitiativen, kommunale Maßnahmen und neue Forschungsergebnisse
erhöhen den Druck auf Politik und Industrie. Erste gesetzliche
Schritte und strafrechtliche Konsequenzen lassen hoffen, dass
besonders problematische PFAS bald verboten werden. Doch selbst wenn
die Produktion gestoppt wird: Die bereits freigesetzten Chemikalien
belasten Böden, Gewässer und Lebewesen noch für Jahrhunderte.