Wien (OTS) – „Beschwichtigungen und große Ankündigungen können nicht
darüber
hinwegtäuschen, dass in den zentralen Verantwortungsbereichen von
Neos-Stadträtin Bettina Emmerling weiterhin zahlreiche Probleme
ungelöst sind“, reagieren Klubobmann und Bildungssprecher Harald
Zierfuß und Familiensprecherin Sabine Keri auf das aktuelle Interview
mit „Heute“.
Besonders deutlich zeige sich das beim Lehrermangel. Wenige
Wochen vor Schulbeginn war zuletzt noch rund ein Drittel der 2.100
ausgeschriebenen Lehrstellen nicht vergeben. „Vor diesem Hintergrund
zu erklären, man sei so entspannt wie noch nie, ist bemerkenswert.
Entscheidend ist nicht die Stimmung der Stadträtin, sondern ob zum
Schulstart ausreichend qualifizierte Pädagogen in den Klassen
stehen“, so Zierfuß.
Auch bei der „Auszeit-WG“ seien die offenen Fragen keineswegs
ausgeräumt. Renommierte Fachleute haben gravierende Mängel
konstatiert. „Dass es für strafunmündige Intensivtäter wirksame
Antworten braucht, steht außer Frage. Gerade deshalb muss ein solches
Angebot fachlich auf sicheren Beinen stehen. Die bestehenden Bedenken
einfach beiseitezuschieben, ist der falsche Weg. Stattdessen braucht
es endlich die von uns von Anfang an geforderte Transparenz“, betont
Keri.
Ähnlich groß sei die Diskrepanz bei den Kindergärten. Während
Emmerling umfangreiche Reformen ankündige, seien die massiven
Probleme bei Kontrolle, Transparenz und Fördermittelverwendung
weiterhin nicht ausreichend aufgearbeitet. Auch die zuletzt bekannt
gewordenen Ungereimtheiten innerhalb der MA 11 seien seitens
Emmerling überhaupt nicht thematisiert worden.
„Ob Lehrermangel, „Auszeit-WG“, Kindergärten oder die Vorgänge
bei der MA 11: An Problemen und offenen Fragen mangelt es wahrlich
nicht. Umso befremdlicher ist die demonstrative Selbstzufriedenheit
der Bildungsstadträtin. Die Neos verantworten die Wiener
Bildungspolitik seit Jahren und können sich nicht länger auf
Ankündigungen, Beschwichtigungen und Zukunftsversprechen
zurückziehen. Neos-Stadträtin Emmerling muss endlich die Probleme
lösen, für die sie politische Verantwortung trägt, statt sie
kleinzureden oder gänzlich auszublenden. Nach Jahren der Neos-
Verantwortung braucht Wien keine weiteren Ankündigungen, sondern
endlich Ergebnisse“, so Zierfuß und Keri abschließend.