Wien (OTS) – Die Wiener Hotellerie ist ein zentraler Motor für
Wirtschaft,
Tourismus und Beschäftigung in Wien. Nach den massiven
Herausforderungen der COVID-19-Pandemie hat sich die Branche zwar mit
großem Einsatz auf einen Wachstumskurs zurückgearbeitet und zuletzt
erneut Rekordnächtigungen erzielt. Die realen Betriebsergebnisse
liegen aber nach wie vor unter den Vor-Corona-Werten. Umso
unverständlicher ist aus Sicht der Wiener Volkspartei und der
Österreichischen Hotelvereinigung die geplante Erhöhung der Ortstaxe
auf 8 Prozent ab dem Jahr 2027.
Stadträtin Kasia Greco, Tourismussprecherin der Wiener
Volkspartei: „Die Wiener Hotellerie leistet tagtäglich Enormes für
unseren Wirtschafts- und Tourismusstandort. Gerade deshalb braucht es
verlässliche Rahmenbedingungen statt immer neuer Belastungen. Eine
derart massive Erhöhung der Ortstaxe ist nicht nachvollziehbar und
schwächt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit Wiens.“
Erschwerend kommt dazu, dass die zusätzlichen Einnahmen nicht
zweckgebunden sind und damit keine Garantie besteht, dass die Mittel
wieder dem Tourismusstandort zugutekommen. Gleichzeitig kämpfen viele
Hotels bereits jetzt mit massiven Kostensteigerungen bei Energie,
Wasser, Müllentsorgung und Personal.
Alexander Ipp, Vizepräsident und Wiener Landesvorsitzender der
Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV): „Die Wiener Hotels wurden in
den vergangenen Jahren bereits massiv belastet. Die geplante Erhöhung
der Ortstaxe nimmt vielen Betrieben jetzt endgültig die Luft zum
Atmen. Wir haben nach den enormen Kostensteigerungen der vergangenen
Jahre keinen Spielraum mehr.“
Die Wiener Volkspartei und die Österreichische Hotelvereinigung
fordern daher die Aussetzung der geplanten zweiten Erhöhung der
Ortstaxe von 5 auf 8 Prozent, eine verpflichtende Zweckwidmung der
Einnahmen sowie eine gesonderte Ausweisung der Ortstaxe. Greco und
Ipp abschließend: „Wer die Hotellerie immer weiter belastet,
gefährdet nicht nur Betriebe und Arbeitsplätze, sondern langfristig
auch die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismusstandorts Wien. Es braucht
jetzt Fairness, Transparenz und eine echte Partnerschaft mit der
Branche.“