Österreichs Imker:innen warnen vor Billigimporten und betonen die Bedeutung regionaler Honigproduktion

Wien (OTS) – Zum Tag des Honigs rückt die österreichische
Imkereibranche ihre
gesellschaftliche und ökologische Bedeutung in den Fokus. Österreich
zählt rund 33.500 Imkerinnen und Imker , die gemeinsam etwa 450.000
Bienenvölker betreuen. Trotz ihres wichtigen Beitrags zur
Landwirtschaft und Biodiversität stehen sie zunehmend unter Druck.

Zwtl.: Bienenhaltung als Teil österreichischer Tradition

Die Bienenhaltung hat in Österreich eine jahrhundertelange
Geschichte. Von bäuerlichen Kleinbetrieben über regionale
Imkervereine bis hin zu modernen Erwerbsbetrieben prägt die Biene
seit jeher Natur, Kultur und Wirtschaft des Landes. Die Vielfalt
heimischer Honigsorten – vom Sonnenblumenhonig bis zum Waldhonig aus
den Alpenregionen – zeigt diese enge Verbindung zwischen Landschaft
und Imkerei eindrucksvoll.

Zwtl.: Honig: Ein wertvolles regionales Qualitätsprodukt

Die Imker und Imkerinnen arbeiten mit hoher Sorgfalt und unter
strengen Qualitätsstandards.

Mit rund 5.500 Tonnen jährlicher Honigproduktion und einem
Selbstversorgungsgrad von etwa 48 % ist Honig aus Österreich ein
hochwertiges, regional erzeugtes Naturprodukt. Der Pro-Kopf-Verbrauch
liegt bei etwa 1 kg Honig pro Jahr – ein klarer Hinweis auf die
Beliebtheit und Wertschätzung dieses Lebensmittels. Neben der hohen
Qualität, der regionalen Herkunft und kurzen Transportwegen überzeugt
heimischer Honig auch durch seinen unvergleichlichen Genuss : die
vielfältigen Aromen und die natürliche Konsistenz machen jedes Glas
zu einem besonderen Geschmackserlebnis.

Zwtl.: Herausforderung Billigimporte

Die Branche sieht sich jedoch einem wachsenden Problem
ausgesetzt: Billigimporte aus dem Ausland und zunehmend gestreckte
oder minderwertige Honigmischungen setzen heimische Produzenten unter
Preisdruck. Diese Produkte gelangen oft zu Dumpingpreisen in den
Handel und lassen die tatsächlichen Kosten nachhaltiger Imkerei außer
Acht.

Wolfgang Pointecker, Obmann von Biene Österreich, betont:
„Unsere Imkerinnen und Imker leisten hochwertige Arbeit und
produzieren Honig in einer Qualität, die weltweit geschätzt wird.
Billigimporte, die oft nicht den Standards entsprechen, gefährden
nicht nur unsere Betriebe, sondern auch das Vertrauen der
Konsumentinnen und Konsumenten in dieses wertvolle Naturprodukt.“

Zwtl.: Österreichischer Honig – ein Versprechen

Wo österreichischer Honig draufsteht, stehen österreichische
Imker und Imkerinnen dahinter.
Dieses Versprechen garantiert höchste Qualität, transparente Herkunft
und echte regionale Wertschöpfung.

Zum Tag des Honigs appelliert Biene Österreich, der Dachverband
der Bienenzuchtverbände, an Konsumentinnen und Konsumenten, bewusst
zu regionalem Honig zu greifen.

Reinhard Hetzenauer, Obmann-Stellvertreter von Biene Österreich,
erklärt:
„Wer zu österreichischem Honig greift, unterstützt nicht nur
regionale Wertschöpfung, sondern auch die Bestäubungsleistung, die
unsere Landwirtschaft am Leben hält. Jede Kaufentscheidung ist ein
Beitrag zum Erhalt unserer Biodiversität und zur Zukunft der
heimischen Imkerei.“

Jedes Glas österreichischen Honigs sichert:

faire Preise und regionale Wertschöpfung

transparente Produktion und hohe Qualität

den Fortbestand kleiner Imkereistrukturen

die Bestäubungsleistung der Bienen – und damit unsere
Ernährungssicherheit

Zwtl.: Ökosystemdienstleistung von unschätzbarem Wert

Honigbienen (und Wildbienen) sind essenziell für die Bestäubung:
Rund 80 % der heimischen Kultur- und Wildpflanzen sind auf sie
angewiesen. Ohne sie wären Obst- und Gemüseernten massiv gefährdet,
die Artenvielfalt würde weiter zurückgehen. Damit leisten die
Bienenvölker der österreichischen Imker und Imkerinnen einen
zentralen Beitrag für Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und
Biodiversität.

Der Tag des Honigs erinnert daran, wie wichtig die Arbeit der
Imkerinnen und Imker für Österreich ist – und wie entscheidend die
Biene selbst für unser Ökosystem bleibt.

Wer heimischen Honig kauft, stärkt nicht nur eine uralte
Kulturtradition, sondern fördert auch Natur, Landwirtschaft und
regionale Wertschöpfung.