Wien (OTS) – Die Inflation ist im Jänner 2026 laut der
Schnellschätzung von
Statistik Austria weiter gesunken – auf 2 Prozent. Damit liegt sie
weitaus niedriger als in den Monaten zuvor. „Das ist eine gute
Entwicklung. Die Regierung hat wichtige Schritte mit der
Mietpreisbremse, der Senkung der Energieabgaben und den leistbaren
Stromtarifen gesetzt. Das ist aber kein Grund, sich zurückzulehnen”,
sagt Helene Schuberth, Bundesgeschäftsführerin des Österreichischen
Gewerkschaftsbundes (ÖGB).
Der Gewerkschaftsbund bleibt dabei: Zur weiteren Entlastung im
Lebensmittelbereich braucht es eine Anti-Teuerungskommission nach dem
Vorbild der Euro-Preiskommission sowie eine Preisdatenbank. „Diese
Kommission soll Preise überwachen, Beschwerden prüfen und unseriöse
Preistreiberei stoppen – ohne den Staatshaushalt zu belasten“,
fordert Schuberth.
Entlastung noch wenig sichtbar
Vor allem bei Treibstoffen und Heizöl ist von sinkenden Preisen
bislang kaum etwas zu bemerken. Die geplante Sonderuntersuchung zu
Rohöl- und Spritpreisen ist daher entscheidend, um ungerechtfertigte
Aufschläge offenzulegen.
Dauerhaftes Preismonitoring gefordert
Die hohen Preise belasten Pendler:innen ebenso wie Haushalte, die
mit Öl heizen. Der ÖGB fordert deshalb nicht nur eine einmalige
Untersuchung, sondern ein dauerhaftes Preismonitoring. Damit werden
Preisentwicklungen nachvollziehbar und bei überzogenen Erhöhungen
kann rasch eingegriffen werden, unterstreicht Schuberth abschließend.