ÖGB-Kemperle: Volle Pensionsanpassung statt faktischer Pensionskürzungen

Wien (OTS) – „Für 2027 fordern wir die volle Pensionsanpassung, so
wie es das
Gesetz vorsieht, alles andere ist Pensionsraub“, stellt die
Vorsitzende der ÖGB-Pensionist:innen, Monika Kemperle, klar. Anlass
sind die aktuellen Forderungen des Seniorenrats im Vorfeld der
Entscheidungen zum Doppelbudget.

Kemperle warnt eindringlich: „Zurückhaltung bei der
Inflationsabgeltung ist das falsche Signal. Schon im vergangenen Jahr
mussten viele Pensionist:innen reale Kürzungen hinnehmen. Der Alltag
wird aber konstant teurer. Lebensmittel, Medikamente und Mieten
werden aufgrund der Inflation zu einer immer größeren finanziellen
Belastung für ältere Menschen.“

„Wer ein Leben lang gearbeitet und ins System eingezahlt hat,
darf jetzt nicht benachteiligt werden“, so Kemperle weiter.

Experten bestätigen: Öffentliches Pensionssystem ist finanzierbar

Auch die Fakten geben keinen Grund zur Sorge oder Anlass für
Einschnitte: Die Alterssicherungskommission hat das österreichische
Pensionssystem 2025 klar positiv bewertet. Selbst bei leicht
steigenden Ausgaben bleibt es langfristig finanzierbar.

„Das Umlageverfahren ist ein starkes Fundament unseres
Sozialstaats. Es ist sicher, stabil und schützt die Pensionen vor
Spekulationen an den Finanzmärkten. Leistungen wie Kindererziehung
und Pflege werden berücksichtigt, und die Ausgleichszulage garantiert
ein Mindesteinkommen im Alter. Das verhindert ein Abrutschen in die
totale Altersarmut“, betont Kemperle.

Sie stellt klar: „Das Schlechtreden dieses Systems ist
ideologisch motiviert – meist stecken hier wirtschaftliche Interessen
dahinter, vor allem von privaten Pensionsvorsorgeanbietern. Diese
erzeugten Ängste sind keinesfalls wissenschaftlich fundamentiert.”