ÖAMTC: Spritpreise starten niedriger ins Jahr – bleiben aber weiterhin zu hoch

Wien (OTS) – Im Dezember 2025 gingen die Spritpreise nach starkem
Anstieg im
November deutlich zurück: Diesel wurde im Monatsvergleich um sieben
Cent günstiger und kostete durchschnittlich 1,507 Euro pro Liter,
Super erreichte mit 1,472 Euro pro Liter den Jahrestiefststand und
war damit um 5,4 Cent günstiger als im November. Rund um den
Jahreswechsel zahlte man 1,472 Euro für den Liter Diesel und 1,444
Euro für den Liter Super. Wie mittlerweile gewohnt bietet Diesel
keinen Preisvorteil mehr an der Zapfsäule.

Durch Umsatz- und Mineralölsteuer sowie die CO2-Bepreisung fließt
aktuell mehr als jeder zweite Euro der Tankrechnung in das allgemeine
Staatsbudget. Rechnet man diese Steuern und Abgaben – derzeit etwa 80
Cent pro Liter – heraus, sind die Spritpreise im Vergleich zum
Jahreswechsel 2024/25 nur um rund elf Prozent gesunken. Weil die
Ölpreise im gleichen Zeitraum um 28 Prozent gefallen sind, begrüßt
der Mobilitätsclub den Vorstoß des Finanzministers, die heimischen
Tankpreise genauer untersuchen zu lassen.

Zwtl.: Club sieht Politik bei Fertigprodukt-Märkten gefordert

Über das vergangene Jahr hinweg war eine zunehmende Entkopplung
von Rohöl- und Spritpreisen zu beobachten. Die Mineralölindustrie
verweist in solchen Fällen in der Regel auf internationale
Notierungen für Fertigprodukte. Insgesamt sieht das der Club jedoch
kritisch – und auch das deutsche Bundeskartellamt kam im
Abschlussbericht zur Sektoruntersuchung „Raffinerien und
Kraftstoffgroßhandel“ im Februar 2025 zum Schluss, dass derartige
Notierungen die Gefahr einer stillschweigenden Einigung auf ein
überhöhtes Preisniveau begünstigen. Zudem besteht laut Bericht die
Gefahr, dass einzelne Marktteilnehmer Preisnotierungen –
beispielsweise durch selektive Meldungen – zu ihrem Vorteil
beeinflussen könnten. Der Mobilitätsclub sieht daher sowohl die
österreichische als auch die europäische Politik gefordert, hier im
Sinne der Konsument:innen aktiv zu werden.

Zwtl.: Spritpreisverordnung verlängert – knapp vor 12 Uhr tankt man
am günstigsten

Durch die Verlängerung der sogenannten Spritpreisverordnung
können sich Konsument;innen auch in den kommenden drei Jahren darauf
verlassen, dass Tanken knapp vor Mittag am günstigsten ist: Während
Preiserhöhungen nur einmal täglich (um Punkt 12) möglich sind, können
Preissenkungen jederzeit und in beliebigem Ausmaß erfolgen. Der ÖAMTC
rät daher, Preise unbedingt vorab online oder über mobile Apps zu
vergleichen und gezielt günstige Anbieter anzusteuern. Nur so kann
Druck auf teure Tankstellen ausgeübt und ein Beitrag zu niedrigeren
Preisen geleistet werden.

Weitere Infos und Tipps rund um das Thema Tanken findet man auf
der Website des Mobilitätsclubs .