Wien (OTS) – „Der Wirtschaftsbund-Stellenmonitor verzeichnet Ende
Oktober 163.849
offene Stellen, über 90 Prozent davon mit Vollzeitpotenzial. Damit
wird ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vormonat sichtbar,
besonders in den Bereichen Tourismus, Gastgewerbe und Freizeit ist
die Zahl erneut gestiegen. Mit 19.356 offenen Stellen werden
Personallücken deutlich, die gerade in Anbetracht der bevorstehenden
Wintersaison prekär sind. Während unsere Betriebe händeringend nach
Vollzeitkräften suchen, hat Österreich die zweithöchste Teilzeitquote
in der EU. Das ist eine gefährliche Entwicklung für unseren Standort,
denn damit bleiben Millionen Arbeitsstunden ungenutzt. Wenn jeder
Erwerbstätige nur eine Stunde pro Woche mehr arbeitet, würde das
Arbeitsvolumen um 3,6 Prozent steigen. Das entspräche bis zu 4,2
Milliarden Euro zusätzlichen Staatseinnahmen“, betont Wirtschaftsbund
-Generalsekretär und ÖVP-Wirtschaftssprecher Kurt Egger.
„Damit sich Mehrarbeit lohnt, brauchen wir ein Steuersystem, das
Leistung belohnt statt bestraft, und weniger Bürokratie, die unsere
Unternehmer ausbremst. Wer mehr arbeitet, darf nicht durch
überproportionale Abgaben belastet werden. Die Steuerprogression muss
reformiert werden, damit wieder mehr Netto vom Brutto bleibt.
Gleichzeitig verbringen Betriebe unzählige Stunden mit Formularen,
anstatt zu investieren, auszubilden oder zu wachsen. Bürokratie ist
kein Nebenschauplatz, sondern ein echter Standortnachteil. Eine
Stunde mehr Arbeit für Beschäftigte und eine Stunde weniger
Bürokratie für Betriebe. Das wäre der doppelte Impuls, den Österreich
jetzt braucht,“ so Egger abschließend.