Wien (OTS) – Österreich verzeichnet den tödlichsten Lawinenwinter der
vergangenen
Jahre. Trotz bestehender Warnschilder und Sperrhinweise kommt es
weiterhin zu schweren Unfällen. Häufig, weil die Risiken unterschätzt
werden und die klassischen Warnhinweise durch ihre dauerhafte
Sichtbarkeit an Wirkung verlieren.
Die Skiregion Diedamskopf reagierte nun und startete eine neue,
digitale Sicherheitsinitiative: Avalanche Alerts . Das neue System
nutzt bestehende Online-Werbeinfrastruktur für die Sicherheit. Statt
kommerzieller Werbung erhalten Personen im alpinen Gelände
automatisch kontextbezogene Lawinenwarnungen auf ihr Smartphone –
ohne App, ohne Registrierung, ohne vorherige Aktivierung und komplett
DSVGÖ konform.
Dafür wird das Gelände in digitale Sicherheitszonen unterteilt –
definiert auf Basis aktueller Lawinenlageberichte, topografischer
Geländeanalysen und der langjährigen Erfahrung lokaler Alpinexperten
und Pistenverantwortlicher vor Ort. Befindet sich ein Smartphone in
einer Hochrisikozone, kann über die eigens entwickelte Anti Avalanche
Ads Plattform , eine ortsgenaue Warnmeldung ausgespielt werden. Ziel
ist es, nicht nur im Moment der Gefahr zu warnen, sondern auch zu
verhindern, dass gesperrte oder lawinengefährdete Hänge erneut
befahren werden – ein Verhalten, das nach einer folgenlosen Abfahrt
besonders häufig auftritt.
Avalanche Alerts richtet sich an Wintersportler:innen im
Skigebiet ebenso wie an Tourengeher:innen im freien alpinen Gelände.
Nach einer zweimonatigen Testphase wurde die Initiative Ende Februar
im gesamten Skigebiet ausgerollt.
Unterstützt wurde das Projekt von ScreenOnDemand, Demner,
Merlicek & Bergmann / DMB. und Media1. Avalanche Alerts ist als Open-
Source-System konzipiert und kann von allen Regionen übernommen
werden. „Lawinensicherheit darf kein Wettbewerbsvorteil sein“, so
Stefan Lucchini, MSc , Geschäftsführer Diedamskopf . „Wenn ein System
hilft, Menschen früher zu erreichen, sollte es allen zugänglich
sein.“