Wien (OTS) – In der vierten Verhandlungsrunde für den
Kollektivvertrag der PROPAK-
Industrie (Herstellung von Produkten aus Papier und Karton) konnte am
24. Februar erneut keine Einigung erzielt werden. Das Angebot der
Arbeitgeber liegt immer noch unter 2% – für das Verhandlungsteam der
Gewerkschaft GPA ist das weiterhin inakzeptabel. Mit den
Betriebsrät:innen der Branche wurde deshalb bei einer Konferenz über
weitere Schritte beraten. Für den Fall, dass es auch in der heutigen
Verhandlungsrunde zu keinem angemessenen Angebot kommt, wurde
vorsorglich eine Resolution zur Unterstützung gewerkschaftlicher
Maßnahmen beschlossen.
„Der aktuelle Verhandlungszugang der Arbeitgeber stößt auf großes
Unverständnis seitens der Beschäftigten. Niemand bestreitet, dass die
Ausgangslage keine einfache ist. Doch die Beschäftigten spüren die
gestiegenen Kosten jeden Tag an der Supermarktkasse oder bei der
Stromabrechnung. Angesichts dessen hat die angebotene Erhöhung nichts
mit einem fairen Angebot zu tun“, so Bernhard Hirnschrodt,
Kollektivvertragsverhandler der Gewerkschaft GPA.
Bei der heutigen Verhandlungsrunde erwarte man sich ein
verbessertes Angebot: „Sollten die Arbeitgeber weiterhin an ihrer
Blockadehaltung festhalten, werden auch wir den Druck erhöhen“,
betont Hirnschrodt in Bezug auf die beschlossene Resolution. „Die
Kolleginnen und Kollegen sind bereit für eine faire Anerkennung ihrer
Arbeit zu kämpfen!“, so der Gewerkschafter abschließend.