Wien (OTS) – Der heutige Auftakt der Kollektivvertragsverhandlungen
für die über
90.000 Beschäftigten der IT-Branche ging nach fünf Stunden
ergebnislos zu Ende. Seitens der Arbeitgeber wurde kein Angebot
vorgelegt. Die Gewerkschaft GPA übergab die Forderungen der
Beschäftigten. „Zusätzlich zur allgemeinen wirtschaftlichen Erholung
entwickelt sich die Branche bereits seit mehreren Jahren deutlich
besser als die Gesamtwirtschaft“, betont Sandra Steiner,
Verhandlungsleiterin der Gewerkschaft GPA. „Wir fordern einen
Abschluss, der diese Leistung honoriert und die Attraktivität der
Branche stärkt“, so Steiner weiter.
„Die Wertschöpfung der Branche steigt und Arbeitskräfte werden
gesucht. Wenn Kollektivverträge die Branchenentwicklung abbilden
sollen, dann ist es jedenfalls die IT-Branche, die in der Lage ist,
die Teuerung abzugelten und einen Beitrag zur Stärkung der
Inlandsnachfrage zu leisten“, fasst Steiner die wirtschaftliche
Situation der Branche zusammen.
Konkret fordert die Gewerkschaft GPA die Erhöhung der
Mindestgehälter, der IST-Gehaltssumme sowie der Lehrlingseinkommen
und Zulagen über der Inflationsrate, aber auch mehr Fairness bei der
Gestaltung der IST-Erhöhung. „Oftmals jahrelang wiederholte Ausnahmen
der Beschäftigten von der IST-Erhöhung oder geringe Scheinerhöhungen
sind weder zeitgemäß noch fair“, betont Steiner in Bezug auf die
ungenügend geregelte Gestaltung der individuellen Gehaltserhöhung.
Die den Verhandlungen zugrunde gelegte Inflationsrate ist die von
WIFO und IHS geschätzte jährliche Inflationsrate von 3,5% für 2025.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 24. November statt.