Koza/Grüne ruft Regierung auf: Wohnschirm über 2029 hinaus verlängern

Wien (OTS) – „Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Der 2022
unter
Sozialminister Johannes Rauch eingeführte Wohnschirm hat bis heute
über 42.000 Menschen – darunter vielen Kindern – ein Dach über dem
Kopf gesichert und fast 91.000 Menschen dabei geholfen, ihre
Energierechnungen zu bezahlen. Der Wohnschirm ist eine
sozialpolitische Erfolgsgeschichte, die auch über 2029 hinaus
weitergeschrieben werden muss“, fordert Markus Koza, Arbeits- und
Sozialsprecher der Grünen, anlässlich der heute vom Sozialministerium
veröffentlichten Zahlen und des regierungsseitig beschlossenen Aus
für den Wohnschirm mit Ende 2029.

So erfreulich die Finanzierung des Wohnschirms bis Ende 2029 auch
ist, so vollkommen unverständlich sei es, warum dieses so wichtige
sozialpolitische Instrument mit Ende 2029 auslaufen soll. „Auch nach
2029 wird es noch Hilfe und Unterstützung für von Wohnungsverlust
betroffene Familien brauchen. Angesichts der Kürzungen im Bereich von
Familienleistungen und Sozialhilfe wird der Wohnschirm in Zukunft
noch wichtiger. Jeder im Kampf gegen Wohnungslosigkeit und
Energiearmut investierte Euro ist ein sehr gut investierter Euro“, so
Koza weiter.

„Den Wohnschirm wegen großen Erfolgs auslaufen zu lassen – wie
absurd wäre das denn?“, ruft der Koza die Regierungsparteien auf,
ihren Beschluss über das Ende des Wohnschirms noch einmal zu
überdenken und dieses wichtige Instrument im Kampf gegen Armut über
2029 hinaus beizubehalten.

„Geld dafür wäre jedenfalls auch nach 2029 da, würde die
Regierung auf Maßnahmen wie ‚Arbeiten im Alter‘ verzichten, wo jede
Menge Steuergeld umverteilt wird zu Besserverdienern in Pension –
während Menschen in Notlagen Hilfen gestrichen werden. Gerechtigkeit
sieht anders aus“, hält Koza fest.