Wien (OTS) – KORREKTUR-HINWEIS
Der Absatz „Betrugsbekämpfung – mehr Gerechtigkeit und Schutz der
redlichen Wirtschaft“ wurde ergänzt.
2026 bringt eine Reihe von wichtigen Neuerungen aus dem
Finanzressort, die zu mehr Gerechtigkeit für ehrliche
Steuerzahlerinnen und Steuerzahler und bessere Verdienstmöglichkeiten
für engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu
Entbürokratisierung und zu mehr Transparenz führen werden.
„Das Jahr 2025 stand vor allem im Zeichen der
Budgetkonsolidierung. Um diese zu erreichen, wurde eine Vielzahl von
Maßnahmen umgesetzt. Trotz der strengen budgetären Vorgaben gibt es
Offensiven im Sinne der Gerechtigkeit und im Sinne der Beschäftigten
und der Wirtschaft. Unter anderem wird die Betrugsbekämpfung
intensiviert, die Transparenz der Budgets auf Länder- und
Gemeindeebene erhöht und das Arbeiten an Feiertagen und
Überstundenleistungen, etwa in der Gastronomie oder in Pflegeberufen
attraktiviert“, so Finanzminister Markus Marterbauer.
„Mit dem Doppelbudget 2025/26 haben wir einen
verantwortungsvollen Kurs eingeschlagen, um die Staatsfinanzen
nachhaltig zu stabilisieren. Gleichzeitig setzen wir wichtige Impulse
für Leistung, Unternehmertum und Beschäftigung – von der höheren
Basispauschalierung bis zur steuerfreien Mitarbeiterprämie. Im neuen
Jahr geht es darum, diesen Kurs konsequent fortzusetzen: solide
Finanzen, klare Prioritäten und die Entlastung der Wirtschaft als
Grundlage für nachhaltiges Wachstum. So schaffen wir den Aufschwung
für Österreich“, so Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl.
Betrugsbekämpfung – mehr Gerechtigkeit und Schutz der redlichen
Wirtschaft
Das Maßnahmenpaket im Bereich der Steuerbetrugsbekämpfung und
gegen unerwünschte Steuervermeidung wird Mehreinnahmen in der Höhe
von 270 Millionen Euro im Jahr 2026 zusätzlich einbringen.
Gleichzeitig geht das Paket mit dem Schutz der redlichen Wirtschaft
vor illegalen und wettbewerbsverzerrenden Handlungen einher. Diese
sind essenziell für eine funktionierende Wirtschaft und ein gerechtes
Steuersystem. Unter anderem werden 2026 folgende Maßnahmen in diesem
Bereich gesetzt: Die Abschaffung des Vorsteuerabzugs bei Vermietung
von Immobilien ab Anschaffungs- und Herstellungskosten von 2
Millionen Euro, ein Lückenschluss bei der steuerlichen Behandlung von
Zuwendungen ausländischer stiftungsähnlicher Gebilde, die effektivere
Bekämpfung von Scheinunternehmen oder der verbesserte Austausch im
Zusammenhang mit der Besteuerung von Kryptowerten.
Neue Regelungen bei Überstunden und Feiertagsarbeitsentgelt –
mehr Netto am Ende des Monats
Mit den neuen Regelungen bei Überstunden und
Feiertagsarbeitsentgelt werden all jene Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer entlastet, die regelmäßig an Feiertagen arbeiten oder
Überstunden machen. Allein im Gesundheits- und Pflegebereich und in
der Gastronomie und im Tourismus arbeiten rund eine halbe Million
Menschen Berichten zufolge regelmäßig an Feiertagen. Etwa 2/3 aller
Beschäftigten machen regelmäßig Überstunden. Für 2026 gilt ein neuer
Freibetrag in der Höhe von 170 Euro für bis zu 15 Überstunden pro
Monat. Zusätzlich gilt seit dem 1. Jänner, dass Feiertagsarbeit (bis
zu 400 Euro im Monat) steuerfrei ist. Damit bleibt engagierten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Netto von ihrem Gehalt.
Stabilitätspakt bringt mehr Transparenz
Der Abschluss des Stabilitätspaktes war eine der wichtigsten
Maßnahmen des vergangenen Jahres. Neben den Defizitgrenzen für Bund,
Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen für die kommenden Jahre,
kommt es ab 2026 zu einer deutlich verbesserten Transparenz. In
Zukunft werden alle Bundesländer ihre Haushaltsdaten monatlich
liefern und diese Daten werden, nicht wie bisher gesammelt für alle
Bundesländer, sondern einzeln pro Bundesland abgebildet sein. Damit
ist eine raschere Reaktion und eine bessere Prognose möglich.
Weiterentwicklung der Finanzbildungsstrategie
Mit dem im Herbst verabschiedeten Jahresplan 2026 wurden die
letzten Arbeitsschwerpunkte für die laufende nationale
Finanzbildungsstrategie festgelegt. Von der Förderung von Schulungen
für Fachkräfte über neue Unterrichtsmaterialien, die Sensibilisierung
von Unternehmerinnen und Unternehmern bis hin zu Aktionen wie dem
Financial Future Day wird das Finanzwissen in Österreich gestärkt. Im
kommenden Jahr werden zudem erstmals Zertifikate an Schulen vergeben,
die sich besonders um die Finanzbildung der Schülerinnen und Schüler
engagieren. Gleichzeitig wird unter Einbindung der Finanzbildungs-
Community und Stakeholdern an der Folgestrategie gearbeitet, die ab
2027 gelten soll.
Technische Weiterentwicklung der Registrierkassen bringt weniger
Belegausdrucke
Durch technische Weiterentwicklungen der Registrierkassensysteme
kommt es im Jahr 2026 auch zu deutlichen Vereinfachungen bei der
Erteilung von Belegen nach einem Einkauf, die gleichzeitig auch
weiterhin die Betrugsbekämpfung forciert. Durch die verstärkte
Digitalisierung wird ab Oktober 2026 der Zettelausdruck vermindert.
Trotz der weiterhin bestehenden Wahlmöglichkeit bei Unternehmerinnen
und Unternehmern zwischen Papierbelegen und digitalen Belegen ist
künftig die Belegerteilungspflicht auch dann erfüllt, wenn der
Unternehmer dem Kunden das Auslesen des Belegs mittels digitalem
Endgerät ermöglicht. Das Recht auf einen Papierbeleg wird fest
verankert. Darüber hinaus kam es ab dem 1. Jänner zur Unterstützung
der Klein- und Kleinstunternehmer durch die Inflationsanpassung der
Umsatzgrenze bei der so genannten „Kalte Hände Regelung“ und der
unbefristeten Verlängerung der „15-Warengruppen-Regelung“.