Kinderrechte: aktion leben fordert Einhaltung!

Wien (OTS) – Die Geschichte der Entstehung und die Zeit bis zur
Geburt sind für
jeden Menschen sehr bedeutsam für das ganze spätere Leben. „Nach wie
vor aber nehmen bestimmte Techniken der Fortpflanzungsmedizin kaum
Rücksicht auf die Rechte der Kinder”, beobachtet Martina Kronthaler,
Generalsekretärin von aktion leben österreich .

Zwtl.: Mehr Wissen, mehr Verantwortung

„Moderne Techniken ermöglichen völlig neue Konstellationen von
Elternschaft und Eingriffe am Lebensanfang. Gleichzeitig steigt das
Wissen über die prägende Bedeutung früher und frühester Erlebnisse.
Dies bedeutet mehr Verantwortung auch hinsichtlich der Kinderrechte“
, betont Martina Kronthaler. Artikel 3 der UN-Kinderrechtskonvention
(KRK) besagt, dass bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, das
Kindeswohl vorrangig zu berücksichtigen ist. Gerade am Lebensanfang
wird vielfach darüber hinweggegangen.

Zwtl.: Eizellen- und Samenspende: Recht auf Kenntnis der eigenen
Herkunft

Zwischen 2016 und 2024 wurden in Österreich 3.423
Schwangerschaften mit einer Eizell- oder Samenspende erzielt. 1.676
Geburten wurden gemeldet. Jedes Jahr gibt es mehr Geburten nach
Keimzellspenden. „Es ist nicht gesichert, dass diese Kinder erfahren,
wer Samenspender bzw. Eizellspenderin war”, erklärt Kronthaler.

Das für Österreich versprochene und beschlossene
Keimzellspendenregister fehle noch immer. Das Recht auf Kenntnis der
eigenen Herkunft (Artikel 8 KRK) sei damit nicht gesichert: „Im Namen
der Kinder fordern wir, dass das Keimzellspendenregister unverzüglich
umgesetzt wird. Ebenso bauchen wir für die Kinder eine umfassendere
Dokumentation und unabhängige Beratung“ , sagt Kronthaler.

Zwtl.: Leihmutterschaft: Schaden für Kinder wird in Kauf genommen

aktion leben beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit
Leihmutterschaft. Angebote über ausländische Agenturen und Nachfrage
gibt es. „Dem Wesen nach ist Leihmutterschaft Kinderhandel, der nach
Artikel 35 KRK verboten ist. Sie verstößt mehrfach gegen Artikel 24
KRK, dem zufolge das Recht des Kindes auf das erreichbare Höchstmaß
an Gesundheit gesichert werden muss”, erläutert Generalsekretärin
Kronthaler.

Zwtl.: Österreich ermöglicht über Umwege Leihmutterschaft

Leihmutterschaft missachtet alle Erkenntnisse über die Bedeutung
von vorgeburtlicher Prägung und Bindung. „Österreichs Regierung
unterstützt das nationale Verbot von Leihmutterschaft. Sie setzt sich
aber zu wenig für ein internationales Verbot ein und fördert über
Umwege sogar internationale Leihmutterschaft, indem Kinder aus
Leihmutterschaft ohne Prüfung anerkannt werden sollen. Das
konterkariert das Verbot “, erläutert Kronthaler.

Zwtl.: Broschüre „Kinderrechte von allem Anfang an“.

aktion leben österreich legte 2020 anlässlich von 30 Jahren
Kinderrechtskonvention
die Broschüre „Kinderrechte von allem Anfang an“ vor. Diese enthält
eine detailreiche Abhandlung des Themas sowie eine historische
Einordnung, listet Verstöße gegen Kinderrechte auf und liefert
Lösungsvorschläge. Die Broschüre ist um 4 Euro bei aktion leben
erhältlich. www.aktionleben.at 01.512 52 21

Wissenswertes zu Leihmutterschaft, Reproduktionsmedizin, Eizell-
und Samenspende sowie Schwangerschaftsabbruch auch auf der Homepage
https://www.aktionleben.at/site/bioethik