IV: Nachhaltiges Pensionssystem braucht höheres Antrittsalter

Wien (OTS) – Für die Industriellenvereinigung (IV) braucht das
österreichische
Pensionssystem ein Alters-Update. Auch die OECD weist in ihren
rezenten Empfehlungen darauf hin, dass das gesetzliche
Pensionsantrittsalter an die steigende Lebenserwartung gekoppelt
werden muss. Gleichzeitig braucht es Einschränkungen bei
Frühpensionen, um das System finanziell zu entlasten und dem
Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

82 Prozent der neuen Pensionistinnen und Pensionisten gehen in
Alterspension, schlicht weil die Voraussetzungen erfüllt sind, und
nicht aus gesundheitlichen Gründen. Das zeigt, dass die Anhebung des
gesetzlichen Pensionsantrittsalters ein effektiver Hebel ist, um die
Menschen länger in Beschäftigung zu halten. Ein nachhaltiges
Pensionssystem funktioniert nur dann, wenn die steigende
Lebenserwartung auch im Erwerbsleben abgebildet wird.

Dass der Arbeitsmarkt ein höheres gesetzliches
Pensionsantrittsalter trägt, zeigt auch die Anhebung des gesetzlichen
Frauen-Pensionsantrittsalters: Von Juni 2023 bis Juni 2026 hat sich
die Zahl der beschäftigten Frauen zwischen 60 und 64 um über 52.000
erhöht – eine Entwicklung, die angesichts der demografischen
Herausforderungen und des Arbeitskräftemangels auch notwendig ist.