St. Pölten (OTS) – Als Innovationsmotoren vernetzen die Cluster der
niederösterreichischen Wirtschaftsagentur ecoplus Unternehmen und
Forschungseinrichtungen in den Zukunftsfeldern Kunststoff,
Mechatronik, nachhaltiges Bauen und Sanieren sowie Lebensmittel.
Ergänzt werden sie durch Plattformen zu den Querschnittsthemen
Bioökonomie und Gesundheitstechnologie. Expertinnen und Experten aus
Wirtschaft und Forschung arbeiten gemeinsam an Lösungen für aktuelle
Herausforderungen – das zeigen die Projekt-Highlights 2025. „Die
Projektbeispiele verdeutlichen die große thematische Spannweite: Sie
reicht von klimafreundlichen Baustoffen über innovative
Lebensmittelentwicklungen und sichere Kunststoffkreisläufe bis hin zu
digitalen Lernwelten. Mit 670 Partnerbetrieben und mehr als 1.600
erfolgreich umgesetzten Projekten seit 2001 beweisen die ecoplus
Cluster und Plattformen, wie wirkungsvoll die Unterstützung unserer
Schlüsselindustrien ist“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-
Leitner.
„Im Zentrum der Arbeit steht die überbetriebliche Zusammenarbeit
und der Technologietransfer in die Unternehmen. Die Teams der ecoplus
Cluster und Plattformen analysieren aktuelle Entwicklungen in den
Branchen und greifen wichtige Zukunftsthemen auf. Ein Beispiel ist
die neue Schwerpunktsetzung auf Bahntechnologie. Um die Chancen
technologischer Entwicklungen im Bahnsektor bestmöglich zu nutzen,
braucht es Zusammenarbeit und ecoplus ist hier eine wichtige
Drehscheibe. Damit stärken wir Niederösterreich als wettbewerbsfähige
und lebenswerte Wirtschaftsregion – für die beste Zukunft unserer
Kinder“, erklärt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
Die aktuellen Innovationsprojekte in den ecoplus Clustern zeigen,
wie breit aufgestellt sich Niederösterreichs Unternehmen und
Forschungseinrichtungen mit zentralen Zukunftsthemen beschäftigen. Im
FFG geförderten Projekt „Prefab.Facade“ arbeiteten 18 Unternehmen und
Organisationen des ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster
Niederösterreich interdisziplinär an der Leistungssteigerung seriell
vorgefertigter, kreislauffähiger Fassadenelemente für Neubau und
Sanierung.
Im ecoplus Lebensmittel Cluster Niederösterreich rückt die Frage
in den Vordergrund, wie klimafitte Rohstoffe neue Perspektiven für
die regionale Wertschöpfung eröffnen können. Das FFG-geförderte
CORNET-Projekt „CLIC – Climate-smart grain crops“ untersucht das
Potenzial klimawandelresistenter Körnerfrüchte wie Sorghum, um daraus
ernährungsphysiologisch wertvolle und klimafreundliche Lebensmittel
zu entwickeln. Neue Technologien entlang der gesamten
Wertschöpfungskette sollen Sorghum als nachhaltigen Rohstoff in
Backwaren, Teigwaren und weiteren Produkten etablieren.
Auch im ecoplus Kunststoff-Cluster stehen Zukunftsfragen im
Fokus. Bei „ColourCycle“, einem durch FFG-geförderten CORNET Projekt,
wird untersucht, welche Farbkomponenten in Rezyklaten DNA reaktive
Substanzen verursachen können und wie sich diese – etwa durch
Deinking-Verfahren – zuverlässig entfernen lassen, um Rezyklate für
Lebensmittelverpackungen geeignet zu machen.
Die Resilienz von Unternehmen und Mitarbeitenden wird bei
„XPERTISE 5.0“ im ecoplus Mechatronik-Cluster gestärkt, indem
Technologien wie Extended Reality, Künstliche Intelligenz und
sensorbasierte adaptive Lernsysteme in innovative
Weiterbildungsformate integriert werden. Ziel sind flexible,
personalisierte Lernumgebungen, die auf technologische Veränderungen
und Krisen vorbereiten.
Die Initiative EMI „Energie Mobilität Innovation“, die im Rahmen
des ecoplus Mechatronik-Cluster umgesetzt wird, setzt einen
Schwerpunkt auf Bahntechnologie. Ziel ist es, Unternehmen,
Forschungseinrichtungen und Bahnbetreiber stärker zu vernetzen, um
Innovationen in Mobilität, Infrastruktur und Digitalisierung
voranzutreiben.
Die erste Lower Austrian Conference on Cancer Research (LACCR)
fand heuer das erste Mal auf Initiative der Karl Landsteiner
Privatuniversität und unter Schirmherrschaft der ecoplus Plattform
für Gesundheitstechnologie statt. Expertinnen und Experten
diskutierten aktuelle Entwicklungen in der Krebsforschung. Zudem war
die Plattform bei der BIO-Europe 2025, einer der wichtigsten
internationalen Veranstaltungen der Biotechnologie- und
Pharmaindustrie, vertreten.
Ein Highlight der ecoplus Plattform für Green Transformation &
Bioökonomie ist der erfolgreiche Aufbau eines österreichweiten
Bioökonomie-Clusters. Bioeconomy Austria, gefördert über das Programm
„Ländliche Entwicklung“ des BMLUK, vereint inzwischen mehr als 400
Partnerorganisationen und bündelt Wissen und Innovationen entlang
biobasierter Wertschöpfungsketten als „Netzwerk der Netzwerke“.
Die ecoplus Cluster und Plattformen bilden gemeinsam mit den
Technopolen das NÖ Innovationsökosystem, das von ecoplus umgesetzt
und von der Europäischen Union kofinanziert wird. „In einer Welt, die
sich immer schneller weiterentwickelt, sind kontinuierlicher
Wissensaustausch und eine starke Innovationskultur entscheidende
Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg. Die hochspezialisierten
Expertinnen und Experten in unseren Clustern und Plattformen
begleiten Unternehmen auf diesem Weg – und leisten damit einen
wichtigen Beitrag dazu, den Wirtschaftsstandort Niederösterreich zu
stärken“, so ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki und ecoplus
Prokurist und Bereichsleiter Unternehmen & Technologie Claus
Zeppelzauer.
Weitere Informationen: Wirtschaftsagentur ecoplus, Mag. (FH)
Markus Steinmaßl, Telefon 02742/9000 196 19, E-Mail m.steinmassl@
ecoplus.at