Grüne Wien/Berner ad Stadtrechnungshof: „Pinkes Managementversagen bei MA11“

Wien (OTS) – Die Kinder- und Jugendhilfe der Stadt, die MA11, steht
seit Jahren
unter enormen Druck – und der aktuelle Stadtrechnungshofbericht
belegt erneut, dass in den vergangenen Jahren keine Verbesserung
gelungen ist. „Der Stadtrechnungshofbericht führt in aller
Deutlichkeit vor Augen, dass die Zustände unter der zuständigen NEOS-
Stadträtin Emmerling seit Jahren einfach nicht besser werden.
Betroffene Kinder und Jugendliche sowie engagierte Mitarbeiter:innen
werden hier im Stich gelassen“, so Ursula Berner, Familiensprecherin
der Wiener Grünen.

Mehr als die Hälfte der Empfehlungen nicht umgesetzt

Angesichts der teils dramatischen Zustände ist es besonders
fahrlässig, dass die MA11 seit der letzten Prüfung durch den
Stadtrechnungshof (2024) derart viele grundlegende Verbesserungen
noch immer nicht umgesetzt hat. „Die Umsetzung der vergangenen
Empfehlungen war so mangelhaft, dass sich der Stadtrechnungshof jetzt
erneut genötigt gesehen hat, die MA11 zu prüfen“, so Berner. Von 31
Empfehlungen sind 18 immer noch nicht umgesetzt.
Im Herbst 2025 war bekannt geworden, dass fünf Mitarbeiter:innen die
Unterbringung von Krisenpflegekindern (vom Säuglingsalter bis zwei
Jahre) im eigenen Haushalt übernommen hatten – weil es in den
städtischen Krisenzentren einfach keinen Platz mehr gab. „Das
aufopferungsvolle Engagement der Mitarbeiter:innen ist beeindruckend,
doch so weit dürften es die zuständige Stadträtin Emmerling und die
MA11 niemals kommen lassen. Es ist seit Jahren bekannt, dass die
Krisenzentren unter enormen Engpässen leiden“, hält Berner fest. Dass
die Mitarbeiter:innen keine adäquate Eignungsprüfung absolvieren
mussten, um Kinder im eigenen Haushalt aufnehmen zu dürfen (z.B.
Strafregisterauszüge), passe ins schiefe Bild.

Pinkes Managementversagen

„Die seit Jahren andauernde Notlage in der Kinder- und
Jugendhilfe der Stadt ist das Ergebnis eines pinken
Managementversagens. Es ist höchste Zeit, dass die zuständige
Stadträtin Emmerling endlich für eine nachhaltige und gute Lösung der
Probleme bei der MA11 sorgt – im Sinne der betroffenen Kinder und
Jugendlichen“, so Berner – und abschließend: „Es braucht einen
raschen Ausbau sowohl bei den Krisenpflegeeltern als auch in den
Krisenzentren und eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen
der Sozialpädagog:innen.“