Grüne/Hammer: 8. Mai – Tag der Befreiung, der Freude und der Verantwortung

Wien (OTS) – Am 8. Mai jähren sich das Ende des Zweiten Weltkriegs in
Europa und
die Befreiung vom Nationalsozialismus. Dieser Tag ist Mahnung und
Auftrag zugleich: Erinnerung wachzuhalten und sicherzustellen, dass
sich die Geschichte nicht wiederholt.

„Der 8. Mai steht für Befreiung. Aber auch für die Verantwortung,
Erinnerungspolitik aktiv zu gestalten, damit das was passiert ist,
nie wieder passiert“, sagt Lukas Hammer, Sprecher der Grünen für
Rechtsextremismus und Gedenkpolitik. „Leider müssen wir heute
feststellen, dass wieder eine Politik des Hasses verbreitet wird und
gezielt gegen Menschen gehetzt wird – gegen Geflüchtete, Jüd:innen
oder Muslim:innen. Dass es sogar eine Partei gibt, die offen zu
Massendeportationen aufruft, zeigt: Wenn wir jetzt nicht handeln und
uns geschlossen gegen Hass und Hetze stellen, riskieren wir, dass
sich die Fehler der Vergangenheit wiederholen.“

Die Grünen fordern die Umsetzung eines bundesweit einheitlichen
Gedenkstättenkonzepts sowie den Ausbau und die finanzielle
Absicherung des Gedenkdienstes. „Erinnerung muss alle Orte der
Verfolgung und des Widerstands sichtbar machen – auch weniger
bekannte Stätten wie den Peršmanhof. Gleichzeitig braucht es endlich
die Umsetzung eines Nationalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus.
Nur so wird aus Erinnerung konkrete Verantwortung für die Gegenwart“,
sagt Hammer.

Zudem fordert Hammer die Beteiligung Österreichs am Memorial an
Flucht und Verfolgung am Standort Diepoldsau in der Schweiz. Dieses
Projekt erinnert an die Schicksale von Menschen auf der Flucht vor
dem NS-Regime und setzt ein wichtiges Zeichen internationaler
Verantwortung und Zusammenarbeit in der Gedenkkultur.

„Der 8. Mai ist nicht nur ein Tag der Befreiung, sondern Auftrag
und Verantwortung: Wir müssen unsere demokratischen Werte und die
Menschlichkeit jeden Tag verteidigen. Denn wer die Vergangenheit
vergisst, riskiert, ihre Fehler zu wiederholen. Nie wieder
Faschismus“, hält Hammer fest.