Wien (OTS) – In Wien wird mit viel Herz gepflanzt, gejätet und im
besten Fall auch
geerntet. Dementsprechend gut kommt der Fotowettbewerb „Blühendes
Zuhause“ der Stadt Wien an, bei dem heuer rund 700 Hobbygärtner*innen
ihre Grünoasen fotografiert und eingereicht haben. Anlässlich der 17.
Ausgabe des blumigen Fotowettbewerbs wurden Preise in folgenden
Kategorien vergeben: Blumenkisterl, Balkon, Terrasse, Garten, Indoor-
Garten, Urbanes Garteln und Social Media.
„Das Garteln hat in Wien eine ganz besondere Tradition. Das liegt
nicht nur daran, dass über die Hälfte der Stadtfläche aus Grünraum
besteht und unsere Parks seit jeher Orte der Erholung sind. Vor allem
sind es die Wienerinnen und Wiener selbst, die mit viel Leidenschaft
ihre eigenen kleinen Oasen gestalten – sei es am Balkon, im Garten,
auf der Terrasse, am Fensterbrett oder sogar indoor. Diese liebevoll
gepflegten Grünoasen verschönern nicht nur unsere Stadt und bringen
Freude beim Vorübergehen, sondern stärken auch den sozialen
Zusammenhalt. Mit dem Fotowettbewerb ‚Blühendes Zuhause‘ rücken wir
dieses Engagement und die Kreativität der Menschen zu Recht in den
Mittelpunkt“, so Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin
Gaál.
Auch Wiener Wohnen-Direktorin Karin Ramser ist das Grün in der
Stadt und insbesondere im Wiener Gemeindebau ein großes Anliegen:
„Wiener Wohnen betreut rund 610 Hektar Grünfläche, das entspricht in
etwa der Fläche von Wien-Währing. Wir kümmern uns unter anderem um
rund 68.000 Bäume – also rund 37 pro Wohnhausanlage – und eine
Million Sträucher. Der älteste Gemeindebau-Baum ist übrigens eine
Libanon-Zeder, die vermutlich rund 180 Jahre alt ist und schon länger
steht als der dazugehörige Gemeindebau in der Silbergasse im 19.
Bezirk.“
5 Hauptkategorien, 2 Social-Media-Preise, 3 Preise für Urbanes
Garteln, 2 Anerkennungspreise und 11 Kindergartenpreise
Unter dem Vorsitz des beliebten Biogärtners und Buchautors Karl
Ploberger ermittelte eine Fachjury die insgesamt 12 Gewinner*innen
des diesjährigen Blumenwettbewerbs. In Summe gab es fünf
Auszeichnungen in den Hauptkategorien „Blumenkisterl“, „Balkon“,
„Terrasse“, „Garten“ und „Indoor-Garten“, jeweils drei Preise wurden
für Urbanes Garteln verliehen, zwei für Social Media sowie zwei
Anerkennungspreise für besondere gärtnerische Leistungen. Die
Preisverleihung an die Gewinner*innen des 17. Fotowettbewerbs
„Blühendes Zuhause“ fand im Rahmen einer feierlichen Abendgala im
Wiener Rathaus statt.
Die Preise überreichte in Vertretung der Vizebürgermeisterin
Kathrin Gaál Gemeinderat Thomas Mader: „Der Wettbewerb „Blühendes
Zuhause“ ist eine wichtige Initiative, die Menschen an der Gestaltung
ihrer Stadt zu beteiligen. Die Stadt fördert diese Beteiligung
umfassend, etwa durch die Stärkung von Grätzl-Initiativen. Wien ist
zurecht stolz auf die vielen Grün- und Freiflächen im sozialen
Wohnbau, und da gibt es viele Chancen zum Garteln vor Ort.“
„Dieser Wettbewerb zeigt auf wunderbare Weise, wie sehr den
Wienerinnen und Wienern ihre Stadt am Herzen liegt. Besonders
bewegend sind für mich die Gemeinschaftsgärten, in denen mit viel
Engagement und Liebe Grünräume entstehen, die vielen Menschen Freude
bereiten. Ich darf diesen Wettbewerb seit seiner ersten Stunde vor 16
Jahren begleiten und es erfüllt mich mit Stolz, dass sich inzwischen
auch immer mehr junge Menschen für das Grün in unserer Stadt
einsetzen. Eines wird dabei deutlich: Die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer lassen Wien zu ihrem ganz persönlichen ‚Blühenden Zuhause‘
werden“, so Biogärtner Karl Ploberger.
Bereits vorab wurden 11 Kindergartengruppen für ihre Einsendungen
geehrt. Bei einer eigenen Preisverleihung im Arkadenhof des Wiener
Rathauses konnten die schönsten Einsendungen in diese Kategorie
prämiert werden. Jedes Kind erhielt dabei als Auszeichnung eine
eigene Medaille. Neben den beeindruckenden Bastelarbeiten standen
somit die Kinder im Mittelpunkt der Preisverleihung mit
Showcharakter.
Blumige Auszeichnungen für Hobbygärtner*innen
Das schönste Blumenkisterl der Stadt darf Claudia Wilke aus dem
18. Bezirk ihr Eigen nennen. Sie gärtnert seit über zehn Jahren mit
großer Leidenschaft und setzt dabei vor allem auf bienen- und
hummelfreundliche Blumen. Besonders freut es sie, dass in ihrer
Nachbarschaft immer mehr begrünte Fenster auftauchen.
Der schönste Balkon liegt im 7. Bezirk und gehört Anita Blatterer
, die sich ihrer Grünoase bereits seit 44 Jahren widmet. Neben
zahlreichen Gemüse-, Obst- und Kräutersorten ist ihr ein schattiger
Platz besonders wichtig, der als Ort der Entschleunigung dient. Frau
Blatterer beendet heuer ihr letztes Garteljahr und freut sich daher
umso mehr über diesen gebührenden Abschluss.
Auf der schönsten Terrasse , die sich im 16. Bezirk befindet,
gartelt Bernhard Endrich seit 2003 mit viel Herzblut. Der Blickfang
auf seiner Terrasse ist das Wandelröschen, dessen Blütenfarbe im
Laufe des Gartenjahres von Gelb zu Orange wechselt. Daneben gedeihen
Tomaten, Pfefferoni, Melisse, Basilikum, Lavendel und Rosmarin.
Den schönsten Garten der Stadt pflegt Eveline Weiss seit über
zehn Jahren im 10. Bezirk. Dort sind neben einem Weinstock u.a. auch
Brombeerstauden, Echinacea und Thymian zu bewundern. Gerne baut sie
hitze- und trockenresistente Pflanzen an, denn sie legt Wert auf
einen pflegeleichten Garten. Besonders schön sind die wilden
Königskerzen, die sich eines Tages ihren Weg durch die Erde gebahnt
haben.
Der schönste Indoor-Garten ist in der Wohnung von Valentina Vich
im 17. Bezirk zu finden. Ihre Begeisterung für Pflanzen begann
bereits vor zehn Jahren. Viele der damals gesetzten Pflanzen sind
heute noch immer bei ihr und ergänzen ihre grüne Sammlung, die immer
weiterwächst. Valentina Vich gärtnert gerne intuitiv oder mit Tipps
und Pflanzenablegern von Freund*innen.
Die Social Media-Preise gingen heuer an folgende Instagram-
Accounts:
www.instagram.com/friedhofbluete (Flora Buchinger, 1040 Wien) und
www.instagram.com/herr_rosi_official (Robert Simbürger, 1020 Wien)
Flora Buchinger bewirtschaftet seit letztem Herbst aufgelassene
Gräber auf einem Friedhof. Für sie ist dieser Ort mehr als ein Garten
– er ist ein Platz des Respekts und der Trauer, was sie bei ihrer
Gartenarbeit stets berücksichtigt.
Für Robert Simbürger ist die Baumscheibe eine langersehnte
Möglichkeit sich dem Garteln zu widmen. Besonders faszinieren ihn die
farbenfrohen Portulak-Röschen, die neben Hauswurz, Sonnenhut und
Kapuzinerkresse dort erstrahlen.
In der Kategorie Urbanes Garteln konnte sich unter anderem
Snjezana Cikarevic über eine Auszeichnung freuen: Sie bewirtschaftet
seit 33 Jahren die Grünfläche unter ihrem Fenster im 21. Bezirk und
hat daraus eine wahre Augenweide geschaffen, die in der ansonsten
blumenlosen Anlage ihre Nachbar*innen erfreut. Einen weiteren Preis
erhielt Sonja Bachmayer : Sie engagiert sich seit vier Jahren im
Gartenprojekt im Reumannhof, bei dem aus einer ehemaligen Brachfläche
eine üppige Grünoase entstanden ist. Jetzt stärkt es die
Nachbarschaft und bringt Menschen unterschiedlicher Nationalitäten
zusammen. Der dritte Preis in dieser Kategorie ging an Anna Szostak-
Weingartner , die mit ihrer Tochter und ihrem Mann eine Baumscheibe
im 15. Bezirk betreut. Für sie ist die Baumscheibe ein willkommener
Ausgleich zum Büroalltag und eine gute Möglichkeit, um mit der
Nachbarschaft ins Gespräch zu kommen.
Einen Anerkennungspreis erhielt Andreas Hofbauer (Instagram @
urbanjungle.wien). Er gartelt seit 14 Jahren auf seiner Terrasse im
17. Bezirk oder, wie er sie nennt: Spieleparadies für seine Katzen
und Erholungsort für ihn und seinen Partner. Der zweite
Anerkennungspreis ging an Sebastian Berger , der ein Stück Brachland
im 21. Bezirk in Eigenregie in einen vielfältigen Selbstversorger-
Garten verwandelt hat. Neben 100 verschiedenen Tomatensorten sind
dort unter anderem drei Meter hohe schwarze Sonnenblumen zu finden.
Die Gewinner*innen durften sich über Gutscheine und Sachpreise
von Bank Austria, Obi und Cewe sowie über Garten-Bücher von Karl
Ploberger freuen.
Alle Infos und Fotos auf www.bluehendeszuhause.at / Schluss