Wien (OTS) – Die geopolitische Eskalation im Nahen Osten verschärft
die ohnehin
angespannte Energiesituation dramatisch. Steigende Ölpreise, mögliche
Unterbrechungen von Flüssiggaslieferungen und eine potenzielle
Blockade zentraler Handelsrouten wie der Straße von Hormus stellen
ein massives Risiko für den österreichischen Wirtschaftsstandort dar.
Für die Freiheitliche Wirtschaft ist klar: Die Bundesregierung
muss die möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen auf Betriebe und
Industrie rasch offen analysieren, bewerten und konkrete
Vorsorgemaßnahmen setzen. Bereits die Russland-Sanktionen und der
Verzicht auf günstiges Pipeline-Gas haben die Energiepreise für
Österreich explodieren lassen und damit auch die Kosten für die
Wirtschaft. Nun droht bei neuen Engpässen die nächste Preiswelle,
insbesondere beim vielfach teureren LNG-Gas, etwa aus Katar.
Österreichs Unternehmen stehen unter enormem Kostendruck.
Pleiten, Produktionsverlagerungen, Investitionsstopp und steigende
Insolvenzgefahr sind reale Szenarien, wenn Energie weiter verteuert
oder knapp wird. Während andere Länder wie Ungarn und die Slowakei
pragmatisch handeln und weiterhin auf russisches Gas setzen, hält die
Bundesregierung an einem ideologischen Kurs fest, der den Standort
schlichtweg schwächt.
Die Freiheitliche Wirtschaft fordert daher eine sofortige
energiepolitische Neubewertung: Versorgungssicherheit, Leistbarkeit
und Wettbewerbsfähigkeit müssen oberste Priorität haben. Österreich
darf nicht länger die Zeche für eine Außenpolitik zahlen, die mit
Sanktionen und Symbolpolitik Energie verteuert und unseren Standort
schwächt.
FW-Generalsekretär Reinhard Langthaler dazu: „Unsere Betriebe
brauchen verlässliche und leistbare Energie. Wer günstige
Bezugsquellen aus ideologischer Symbolpolitik kappt und sich
gleichzeitig von teurem LNG abhängig macht, gefährdet Arbeitsplätze
und Wohlstand. Jetzt sind Pragmatismus, Versorgungssicherheit und
eine Politik der Deeskalation im österreichischen Interesse gefragt!“