Klagenfurt/Wien (OTS) – Ein aktueller Leserbrief in der ‚Kronen
Zeitung ‘ bringt es auf den
Punkt: Die Europäische Union entfernt sich zunehmend von
wirtschaftlicher Vernunft und Leistungsorientierung. Während Betriebe
in ganz Europa sparen müssen, Investitionen verschieben oder
Standorte schließen, wächst der EU-Apparat ungebremst weiter.
Seit 2022 genehmigte sich die EU-Verwaltung acht
Gehaltserhöhungen mit einem Plus von insgesamt rund 25 Prozent für
Beamte, Abgeordnete und Kommissare. Gleichzeitig sind tausende neue
Stellen und eine weitere Budgetausweitung geplant – finanziert von
den Nettozahlern, darunter auch Österreich. Für viele Unternehmer ist
das ein Hohn angesichts von Rezession, Kostenexplosion und
internationalem Wettbewerbsdruck.
Statt den eigenen Apparat zu verschlanken, perfektioniert Brüssel
eine Politik der institutionellen Selbstbedienung. Besonders
problematisch ist, dass diese Entwicklung von der ÖVP-SPÖ-NEOS-
Bundesregierung kommentarlos mitgetragen wird. Anstatt Reformen
einzufordern, Wettbewerbsfähigkeit einzumahnen und Bürokratie
abzubauen, werden zusätzliche nationale Belastungen durch sogenanntes
Gold-Plating akzeptiert – zulasten der heimischen Betriebe.
Europa braucht keine neue Verwaltungselite, sondern Effizienz,
Sparsamkeit und einen klaren Fokus auf den Weltmarkt. Unternehmer
brauchen Planungssicherheit, leistbare Energie und weniger
Vorschriften – nicht mehr Posten und Papier.
„Während Unternehmer sparen müssen, gönnt sich Brüssel
Gehaltserhöhungen und neue Stellen. Das ist verantwortungslos und
entkoppelt von der wirtschaftlichen Realität. Wenn dieser Kurs nicht
beendet wird, gefährden EU und Bundesregierung Wohlstand,
Arbeitsplätze und die Zukunft des Standorts Österreich“, hält
Landesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft Kärnten, KommR Günter
Burger abschließend fest.