FPÖ Wien kritisiert „politischen Zugriff“ auf Gesiba

Wien (OTS) – Die FPÖ Wien hat heute, Montag, im Rahmen einer
Pressekonferenz im
Rathaus Kritik an geplanten Änderungen beim Wohnbauunternehmen Gesiba
geübt. Der nicht amtsführende Stadtrat Dominik Nepp sprach von einem
„politischen Zugriff der SPÖ Wien“ auf eine zentrale Säule des
sozialen Wohnbaus.

Nepp verwies darauf, dass die Gesiba mit rund 31.000 Wohnungen
sowie einer Bilanzsumme von rund 1,7 Milliarden Euro und rund 850
Millionen Euro Eigenkapital zu den „wertvollsten Vermögensstücken der
Wiener Bevölkerung“ zähle. Die geplante Umwandlung von einer
Aktiengesellschaft in eine GmbH sei aus seiner Sicht „der Schlüssel
für direkte Einflussmöglichkeiten“, da das Unternehmen dadurch
weisungsgebunden werde. Den Grund ortet er darin, dass die
Stadtregierung „offensichtlich nach neuen Geldquellen“ suche. Die
Gesiba dürfe jedoch nicht zur Sanierung des Budgets herangezogen
werden, so Nepp.

Die FPÖ warnte vor negativen Auswirkungen auf den sozialen
Wohnbau und forderte einen „Kurswechsel“ im Bereich des leistbaren
Wohnens sowie den Schutz der Gesiba vor parteipolitischem Einfluss.
Dies könne etwa durch eine Umwandlung in eine gemeinnützige
Genossenschaft erfolgen. Zudem kritisierte die FPÖ mangelnde
Transparenz in der Causa und kündigte einen entsprechenden
Schwerpunkt für den kommenden Wiener Gemeinderat am 19. Mai an.

Weitere Informationen: FPÖ-Rathausklub Wien, Pressestelle, Tel.:
01/4000-81799 (Schluss) jaz