Wien (OTS) – Die aktuelle Debatte um die Einführung eines digitalen
Euro gewinnt
wieder an Fahrt. Für den freiheitlichen Geld- und Währungssprecher
NAbg. Alexander Petschnig ist jedoch klar: „Bevor über neue digitale
Parallelwährungen diskutiert wird, muss das Bargeld endlich in der
Verfassung abgesichert werden. Alles andere ist ein Spiel mit dem
Vertrauen der Bürger.“
Die Europäische Zentralbank plant den Aufbau einer eigenen
Infrastruktur für den digitalen Euro inklusive Wallet-System,
technischer Abwicklung und Verwaltung. Für Petschnig ist das ein
kostspieliges Parallelprojekt ohne klaren Mehrwert: „Der digitale
Euro wird in erster Linie eines: teuer. Die EZB will eine zusätzliche
Zahlungsinfrastruktur errichten, obwohl es längst funktionierende
Systeme gibt. Das ist kein Fortschritt, das ist Doppelgleisigkeit auf
Kosten der Steuerzahler.“
Gerade in Zeiten angespannter Budgets sei es unverantwortlich,
Milliarden in ein Projekt zu lenken, dessen Nutzen für Konsumenten
und Unternehmen nicht überzeugend dargelegt wurde. Mit Initiativen
wie „Wero” arbeite die Bankenbranche bereits an europäischen
Echtzeitlösungen im Zahlungsverkehr. „Wenn private Anbieter und
Banken längst digitale Zahlungsinstrumente bereitstellen, wozu
braucht es dann noch ein staatliches Konkurrenzprodukt? Die
Argumentation, der digitale Euro sei alternativlos, ist schlicht
sinnbefreit“, so Petschnig.
Hinzu komme die massive Skepsis in der Bevölkerung. Umfragen
zeigen eine deutliche Zurückhaltung; sowohl unter Bürgern als auch
unter Fach- und Führungskräften im Finanzsektor. „Die Menschen wollen
Wahlfreiheit und Sicherheit. Ohne eine klare, verfassungsrechtliche
Garantie für Bargeld wird es mit uns keinen digitalen Euro geben“,
stellt Petschnig klar.
„Bargeld ist gelebte Freiheit. Wer es nicht schützt, darf kein
neues digitales Instrument darüberstülpen. Erst wenn das Bargeld in
der Verfassung verankert ist, kann man seriös über weitere Schritte
sprechen.“, so der FPÖ-Abgeordnete.