Wien (OTS) – Nach den jüngsten Enthüllungen des „profil“ erneuerte
heute FPÖ-
Generalsekretär und Mediensprecher NAbg. Christian Hafenecker, MA
seine Forderung nach dem Rücktritt des von der SPÖ installierten ORF-
Stiftungsratsvorsitzenden Lederer und appellierte an Medienminister
Babler, als dessen Parteichef sofort in diese Richtung aktiv zu
werden: „Der Skandalsumpf rund um Lederer wuchert immer weiter aus.
In einem ORF-Workshop über die weitere Nutzung von Räumlichkeiten im
großteils verkauften Funkhaus als Consultant des Funkhauskäufers
Rhomberg aktiv zu sein und gleichzeitig dem ORF-Stiftungsrat
anzugehören, geht sich nicht aus. Der Interessenskonflikt liegt hier
genauso auf der Hand wie die Nutzung der ORF-Funktion für private
Geschäftemacherei im Sold von Multimillionären. Lederer muss sofort
zurücktreten und SPÖ-Chef Babler endlich seine Mauer des Schweigens,
hinter der er sich seit über zwei Wochen versteckt, durchbrechen!
Immerhin hat sich der Fall Lederer längst zu einem SPÖ-Skandal
ausgewachsen.“
Der Beraterjob für den ORF-Funkhauskäufer Rhomberg sei nur „die
Spitze eines ganzen Skandal-Eisbergs“, den Lederer offenbar während
seiner Tätigkeit als SPÖ-Mann im ORF-Stiftungsrat angehäuft habe.
„Dazu kommt noch die Benko-Connection, die Drohung gegenüber ‚profil‘
-Chefredakteurin Thalhammer, weil ihm die Berichterstattung nicht
gepasst hat, mögliche Beraterjobs für den ORF-Geschäftspartner ÖSV
und eine kolportierte Intervention für die Produktionsfirma
Interspot, die vom ORF millionenschwere Aufträge erhält. Das alles
hat den Anschein, als sitze Lederer nicht im Stiftungsrat, um den ORF
zu kontrollieren, wie es eigentlich seine Aufgabe wäre, sondern um
selbst an lukrative Geschäfte zu kommen“, kritisierte Hafenecker.
Der Fall Lederer zeichne längst „das Sittenbild einer moralisch
völlig abgehalfterten Babler-SPÖ“, für die der Marxismus ihres
„großen Vorsitzenden“ dort aufhöre, wo sich den Genossen die
Möglichkeit zu eigener Geschäftemacherei biete. „Das ‚Kapital‘ ist
nur dann ‚böse‘, wenn man selbst nichts daran verdient – das ist die
ganze marxistische Weltanschauung von Bablers roter Marxistentruppe
auf einen Satz heruntergebrochen. Dass der SPÖ-Chef an seinem
Genossen Lederer weiter festhält, unterstreicht diesen moralischen
Verfallsprozess nur“, führte der freiheitliche Mediensprecher weiter
aus.