Wien (OTS) – Als „völlig inakzeptablen und abgehobenen Umgang mit
Steuergeld“
bezeichnete FPÖ-Sozialsprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch die im
Medium „heute.at“ aufgedeckte Causa in einem Sozialhilfeverband. Dort
wurde einer Direktorin die Differenz zum vollen Wert ihrer
gestohlenen, privaten Luxus-Uhr aus öffentlichen Mitteln ersetzt,
nachdem die Versicherung nur einen Teil des Schadens gedeckt hatte.
„Welche Krankenschwester, welcher Pfleger oder welcher Heimhelfer,
die täglich wirklich schwere Arbeit leisten, würde jemals auf die
Idee kommen, sich den Verlust privater Luxusgegenstände vom
Dienstgeber ersetzen zu lassen – sofern sie solche überhaupt
besitzen?“, so Belakowitsch. Die Rechtfertigung, der Diebstahl sei
„im Dienst“ passiert und die Uhr habe einen „hohen emotionalen Wert“,
sei an Scheinheiligkeit und Abgehobenheit kaum zu überbieten. Das sei
auch ein Schlag ins Gesicht für jeden Bürger, der auf soziale
Leistungen angewiesen ist.
„Wenn ein Sozialhilfeverband, dessen Auftrag die Unterstützung
von Pflegebedürftigen, Familien und sozial Schwachen ist, Steuergeld
verwendet, um private Luxusgüter zu ersetzen, dann ist das völlig
inakzeptabel. Diese Vorgangsweise ist abgehoben und schadet dem
Vertrauen in die Integrität sozialer Institutionen. Der Zweck eines
Sozialhilfeverbandes ist es, auch Bedürftigen mit Geld- und
Sachleistungen zu helfen. Die Differenzzahlung von angeblich 6.000
Euro für eine Luxus-Uhr einer Direktorin gehört nicht dazu!“, führte
die FPÖ-Sozialsprecherin weiter aus. Belakowitsch forderte daher
volle Transparenz und umgehende Konsequenzen: „Dieser Vorgang muss
lückenlos aufgeklärt und das Geld restlos an den Verband
zurückgezahlt werden!“