Wien (OTS) – Als „gefährlichen Eingriff in unser Familienleben und
unser soziales
Gefüge“ kritisierte heute FPÖ-Klubobmannstellvertreterin und
freiheitliche Sozialsprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch die
neuerlich aufgeflammte Debatte um die Sonntagsöffnung. „Während sich
ÖVP und SPÖ medienwirksam ein Scheingefecht um die Sonntagsöffnung
liefern, werden die wirklichen Sorgen der Bürger ignoriert. Dieses
unwürdige Schauspiel zeigt einmal mehr, wie weit die Systemparteien
von der Lebensrealität der Österreicher entfernt sind. Ob
turbokapitalistische Forderungen der ÖVP oder das halbherzige Nein
der SPÖ – am Ende des Tages sind es immer die Familien, die hart
arbeitenden Arbeitnehmer und die kleinen Unternehmer, die auf der
Strecke bleiben“, so Belakowitsch.
Für die freiheitliche Sozialsprecherin sei die Argumentation der
ÖVP-Tourismusstaatssekretärin Zehetner, mit einem Probebetrieb
während des Song Contests die Wirtschaft anzukurbeln, reine
Heuchelei. „Hier geht es nicht um den kleinen Wiener Handel, sondern
um die Profitgier internationaler Konzerne. Die ÖVP will den letzten
Ruhetag der Woche dem Kommerz und ihrem Klientel opfern und den Druck
auf die Handelsangestellten massiv erhöhen. Die angebliche
Freiwilligkeit ist doch eine Farce – in Wahrheit würde ein
Zwangssystem durch die Hintertür geschaffen, bei dem jene bestraft
werden, die ihre verdiente Zeit mit der Familie verbringen wollen“,
erklärte Belakowitsch.
„Die SPÖ hat längst jeden Anspruch verloren, eine Arbeiterpartei
zu sein. Ihr zögerliches und von interner Uneinigkeit geprägtes
Festhalten am Sonntagsverbot ist unglaubwürdig. Man biedert sich dem
Arbeitnehmerflügel an, nur um nicht das Gesicht zu verlieren, während
man in Wien mit den wirtschaftsliberalen NEOS und im Bund mit NEOS
und ÖVP in einer Koalition verharrt, die genau das Gegenteil fordern.
Diese Zerrissenheit beweist: Die SPÖ ist keine verlässliche Kraft
mehr für die Arbeitnehmer.“
„Die FPÖ ist die einzige Partei, die konsequent für den Schutz
des Sonntags als Ruhetag für die Familie, die Traditionen und als
wichtigen sozialen Kitt unserer Gesellschaft eintritt. Anstatt über
die Zerstörung dieses letzten Refugiums zu debattieren, sollte die
Verlierer-Koalition in Bund und der Stadt Wien endlich ihre
Hausaufgaben machen und die galoppierende Teuerung, die
explodierenden Wohnkosten und den schleichenden Wohlstandsverlust
bekämpfen. Wir Freiheitliche werden uns mit aller Kraft gegen diesen
Angriff auf die Familien und Arbeitnehmer stemmen und verteidigen den
Sonntag als das, was er ist: ein Tag der Erholung und nicht der
Ausbeutung!“, stellte Belakowitsch klar.