Wien (OTS) – Anlässlich des Tages des Euro-Notrufs 112 am Mittwoch,
dem 11.
Februar, erinnert das Forum Mobilkommunikation an die europaweit
gültige Notrufnummer 112. Der Euro-Notruf ist die zentrale
Anlaufstelle für Notfälle in ganz Europa und sorgt für rasche Hilfe
in kritischen Situationen. In Österreich werden Anrufe direkt an die
Polizeileitstelle weitergeleitet.
Bei Netzauslastung oder Netzproblemen: 112 wählen
Auch wenn das eigene Mobilfunknetz nicht verfügbar ist, kann ein
Notruf über 112 abgesetzt werden, sofern sich ein anderes Netz in
Reichweite befindet. Das Mobiltelefon bucht sich automatisch in das
nächstverfügbare Netz ein, der Notruf wird priorisiert. Bei Bedarf
werden andere, nicht priorisierte Verbindungen, die über die selbe
Mobilfunkstation laufen, verlangsamt oder unterbrochen.
Wichtige Regeln beim Absetzen eines Notrufs unter schlechten
Bedingungen
Kann keine Verbindung hergestellt werden, sollte man es in kurzen
Abständen erneut versuchen und – wenn möglich – den Standort leicht
verändern. Schon wenige Meter Unterschied können den Empfang
verbessern. Sobald die Verbindung steht, sollte der Standort nicht
mehr gewechselt werden, da eventuell ein Handover von einer
Mobilfunkstation zur nächsten technisch nicht möglich ist.
Grundsätzlich gilt: Immer den richtigen Notruf wählen
Wer beispielsweise als Ersthelfer:in die Rettung direkt unter 144
ruft, wird von erfahrenen Sanitäter:innen schon am Telefon
instruiert, Erste Hilfe zu leisten, während die Rettungskräfte auf
dem Weg zum Einsatzort sind. Dies wäre bei einem Anruf via den Euro-
Notruf 112 nicht der Fall, da man zur nächsten Polizeileitstelle
verbunden wird.
eCall: Rund 21.000 Notrufe aus Fahrzeugen via 112
Seit 2018 ist das eCall-System in allen neu zugelassenen Pkw
verpflichtend. Bei einem Unfall setzt es automatisch einen Notruf
über 112 ab und verbindet zur nächstgelegenen Polizeileitstelle. In
Österreich sind mittlerweile zwei Millionen Fahrzeuge – rund 40 %
aller zugelassenen Pkw – mit eCall ausgestattet.
Im Jahr 2025 wurden über eCall rund 21.000 Notrufe abgesetzt,
davon etwa 16.500 automatisch durch Unfallsensoren ausgelöst, was
insbesondere dann lebensrettend sein kann, wenn Unfallbeteiligte
selbst keinen Notruf absetzen können. Circa 4.500 Notrufe wurden
manuell über die SOS-Taste im Fahrzeug ausgelöst.
Lebensrettende Daten aus dem Fahrzeug
eCalls werden von den neun Landesleitzentralen der Polizei
entgegengenommen. Zusätzlich übermittelt eCall Daten wie den Standort
und Fahrzeugtyp. Über die Freisprecheinrichtung kann sich der
Disponent ein erstes Bild der Situation machen, weitere Informationen
einholen und alle relevanten Daten an Rettung, Feuerwehr und Polizei
weiterleiten.
Diese Notrufnummern sollte man auswendig kennen
Alle dreistelligen Notrufnummern sind kostenlos und können auch ohne
Guthaben angerufen werden (ohne Vorwahl):
– Feuerwehr: 122
– Polizei: 133
– Rettung: 144
– Euro-Notruf: 112
– Gehörlosennotruf: 0800 / 133 133 (per SMS)
Weitere wichtige Notrufnummern
– Gasgebrechen: 128
– Bergrettung: 140
– Ärztenotdienst: 141
– TelefonSeelsorge: 142
– Rat auf Draht: 147 (Notruf für Kinder, Jugendliche und
Bezugspersonen)