Wien (OTS) – Das „Wiener Wäldchen“ bekommt eine kleine Schwester: Das
„Wiener
Straucherl“ ist ein kleinräumiger natürlicher Lebensraum mit einer
Größe von mindestens 50 m² und soll vor allem kleine dichtbebaute
Stadträume aufwerten. Zudem ist das Straucherl Nahrungsquelle und
Rückzugsort für viele Tiere und Insekten und trägt zur Artenvielfalt
in der Stadt bei.
Das erste „Wiener Straucherl“ wurde heute am Carl-Szokoll-Platz
am Alsergrund gepflanzt: Gemeinsam mit Schüler*innen, Klimastadtrat
Jürgen Czernohorszky und Bezirksvorsteherin Saya Ahmad.
„Das Wiener Straucherl leitet sich in seiner Grundidee von
unserem ‚Wiener Wäldchen‘, das wir bereits 15 Mal in ganz Wien
gepflanzt haben“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Auch
beim Wiener Straucherl geht es in erster Linie um mehr Lebensqualität
für unsere Stadt: Gerade im dichtverbauten sorgt jedes Stück Grün für
Abkühlung, gute Luft und ist ein erholsamer Blickfang.
Zwtl.: „Straucherl-Start“ am Alsergrund
Umgesetzt wird das erste „Wiener Straucherl“ am Carl-Szokoll-
Platz am Alsergrund – und zwar an einem Standort, an dem die
Pflanzung eines „Wiener Wäldchens“ aus Platzgründen nicht möglich
ist. Beim Straucherl werden ausschließlich Sträucher gepflanzt, die
Struktur orientiert sich an dichten Heckensträuchern, die wertvolle
Lebensräume für zahlreiche Lebewesen bieten. Schon nach einiger Zeit
soll das Straucherl bewusst ein natürliches, „wilderes“
Erscheinungsbild aufweisen.
„Mir ist es besonders wichtig, auch kleine Flächen sinnvoll zu
begrünen. Das Wiener Straucherl zeigt, wie wir selbst auf engem Raum
Natur zurück in die Stadt holen und damit den Alsergrund Stück für
Stück grüner und lebenswerter machen“, betont Alsergrunder
Bezirksvorsteherin Saya Ahmad.
Bei der Pflanzaktionen wurden Schüler*innen eingebunden:
Gemeinsam mit Gärtner*innen der Wiener Stadtgärten wurden die
Sträucher gesetzt und gleichzeitig ein direkter Bezug zur Begrünung
der Stadt hergestellt.
„Die 1.000 Park- und Grünanlagen der Wiener Stadtgärten tragen
erheblich zur Biodiversität und zur Klimawandelanpassung in der Stadt
bei. Mit der Pflanzung der „Wiener Straucherl“ im dicht bebauten,
urbanen Bereich werden die Grünstruktur und die Artenvielfalt
zusätzlich verstärkt. Umso mehr freut es mich, dass die Wiener
Stadtgärtnerinnen und Stadtgärtner an diesem neuen Projekt maßgeblich
beteiligt sind“, so Stadtgartendirektor Karl Hawliczek.
Weitere Straucherl-Standorte in verschiedenen Wiener Bezirken
sind bereits in Planung. Das Projekt wird als Gemeinschaftsprojekt
der Magistratsdirektion sowie den Magistratsabteilungen Wiener
Stadtgärten und Umweltschutz umgesetzt. Ein „Wiener Wäldchen” mit
einer Mindestgröße von 100 m² soll weiterhin dort realisiert werden,
wo sich passende Rahmenbedingungen bieten.
Alle Infos zum „Wiener Straucherl“: wien.gv.at/wiener-straucherl