Die „Ackerschweine“-Hubmanns in Brüssel: politische Unterstützung für Tierwohl nötig!

Wien (OTS) – Es geht nicht (nur) um Subventionen, obwohl das auch
wesentlich
sinnvoller wäre, als – wie in Österreich – massiv die mieseste
Tierhaltung zu fördern, wie z.B. den Schweine-Vollspaltenboden. Aber
die Hubmanns kommen ohne Subventionen aus. Oder „kämen“, wenn man sie
nur ihre für die Tiere um Dimensionen bessere Tierhaltung „am Acker
im Zelt“ machen ließe. Das Problem im Tierschutz ist, wie sich im
Fall des Betriebs Hubmann zeigt, dass man die bessere Haltung
politisch torpediert und auf allen Ebenen zu verhindern versucht.
Dagegen werden die großen Betonbunker und die automatisierte,
artwidrige Haltung auf Vollspaltenboden verteidigt und gefördert, wo
es nur geht.

Deshalb kamen jetzt einige Tierwohl-Landwirt:innen aus der EU in
Brüssel zu einem Runden Tisch unter dem Titel „Farmers’ Voices:
Animal Welfare Success Stories to Inform Fair EU Policy Reform“
zusammen, um für eine politische Reform im Tierschutz auf EU-Ebene zu
plädieren. Darunter als Vertretung aus Österreich die Brüder Hubmann
mit ihren Ackerschweinen im Zelt und ihrer mobilen Legehennenhaltung
im Freiland. Andreas Hubmann in Brüssel: „Tierwohl ist ein Kernstück
unserer Landwirtschaft und das natürliche Verhalten der Tiere ist
Teil unseres Ökosystems. Das Bearbeiten des Bodens insbesondere durch
das Wühlen der Schweine führt zu gesunder, fruchtbarer Erde, die
einen erfolgreichen Ackerbau erst ermöglicht. Man braucht keinen
künstlichen Dünger und die Freilandhaltung bedeutet geringere Kosten,
weil es weniger zu managen gibt.“ Anlass des Treffens war die
anstehende Reform im Tierschutz und der „Common Agricultural Policy“
auf EU-Ebene.

Zurück in Niederösterreich hat die Behörde unterdessen wieder
eine Räumung der Schweinehaltung der Hubmanns angekündigt. Es ist für
Unbeteiligte völlig unbegreiflich, wieso diese Haltungsform der
Zukunft derart bekämpft wird.

Pressefotos (Copyright: VGT.at)