Ramsau/Filzmoos (OTS) – Zum dritten Mal erkunden die Dachstein
Dialoge (18.–24. September
2026) zentrale Fragestellungen unserer Gegenwart: Das diesjährige
internationale Festival für Toleranz in Filzmoos und Ramsau am
Dachstein widmet sich dem Thema „Worauf kann ich vertrauen?“.
Eröffnet werden die Dachstein Dialoge von der österreichischen
Philosophin, Autorin und Dozentin Lisz Hirn mit einem Plädoyer für
Urteilsfähigkeit in unsicheren Zeiten.
„Vertrauen ist zentral. Es darf nicht leichtfertig verschenkt
werden, es darf nicht gebrochen werden, denn ohne Vertrauen gibt es
keine Gemeinschaft, keine Gesellschaft“, betont Philipp Blom,
künstlerischer Leiter der Dachstein Dialoge. „Welche Basis braucht es
dafür? Wem können wir vertrauen, welcher Person, welcher Institution?
Welche Quellen sind im Zeitalter von KI zuverlässig? Und wie kann man
Vertrauen fördern und stärken?“
Vorträge, Diskussionen, Workshops, Filmscreenings und eine
historische Wanderung laden dazu ein, gelebte Toleranz und
demokratische Kultur gemeinsam zu erfahren. Erwartet werden u. a. die
Journalistin Alexandra Föderl-Schmid , der Diplomat Wolfgang
Petritsch , der Migrationsforscher Gerald Knaus , der Schriftsteller
Christoph Ransmayr , die Aktivistin Marlene Engelhorn sowie der
Schauspieler Wolfram Berger .
Musikalisch begleitet werden die Dachstein Dialoge u. a. vom
Simply Quartet, Christophe Coin, dem Trio Bohémo , Peter Havlicek ,
der AUTländisch.family und Chören der Festivalgemeinden. Open
Concerts laden Musiker:innen der Region und Festivalkünstler:innen
zum gemeinsamen Musizieren ein.
Zwtl.: Orte des Dialogs
Zu besonderen Räumen für Begegnung und Austausch werden auch
diesmal die Scheunen, Bauernstuben, Kirchen und historischen Plätze
der Region. Die Mützenhalle Filzmoos wird auch in diesem Jahr zum
Kinosaal : Gezeigt werden „Boyhood“ von Richard Linklater und „Die
beste aller Welten“ von Adrian Goiginger, die beide von Vertrauen als
Prozess erzählen. Eine historische Wanderung führt zu den Spuren der
Bibelschmugglerrouten während des Geheimprotestantismus im 17. und
18. Jahrhundert.
„Die Dachstein Dialoge wurden von Menschen aus der Region für die
Region gegründet: Weil wir zeigen möchten, wie wertvoll Räume sind,
in denen Menschen einander zuhören und unterschiedliche Sichtweisen
respektvoll austauschen können“, so Regina Stocker, Obfrau der
Dachstein Dialoge. „Ein Leitgedanke des Festivals ist: Wir sehen in
die Zukunft, wir lernen aus der Vergangenheit und gestalten so die
Gegenwart. Gerade in unserer Region, die lange Zeit von Konflikten
geprägt wurde, ist der Dialog besonders wichtig. Ich freue mich sehr,
dass die Gemeinden Filzmoos und Ramsau erneut Gastgeberinnen für ein
Festival der gelebten Gemeinschaft sind.“
Zwtl.: Dachstein Dialoge-Schulprojekt
Auch die nächste Generation wird eingeladen, sich mit dem
Festivalthema „Worauf kann ich vertrauen?“ auseinanderzusetzen: Bei
einem Workshop erfahren Kinder der Volkschulklassen Filzmoos und
Ramsau am Dachstein spielerisch, welche Rollen Vertrauen in ihrem
Leben spielt.