COP30: Ein Klima des Friedens?

Stadtschlaining (OTS) – Das Österreichische Friedenszentrum (ACP)
fordert eine stärkere
Friedensperspektive im Rahmen der Conference of the Parties 2025 (
COP30), um Klima- und Sicherheitskrisen gemeinsam bewältigen zu
können.

Zwtl.: Start der 30. UN-Klimakonferenz

Diese Woche startete die COP30 im brasilianischen Belém, inmitten
des Amazonasgebiets. Diese Region steht sinnbildlich für die globale
Klimakrise.

“Die fortschreitende Abholzung des Regenwaldes bedroht nicht nur
den mitunter größten CO₂-Speicher der Erde, sondern auch eines der
artenreichsten Ökosysteme unseres Planeten. Deren Folgen sind
absehbar – für Umwelt, Klima und Sicherheit gleichermaßen”, sagt ACP-
Präsident Norbert Darabos .

Zwtl.: Es besteht ein Zusammenhang zwischen Klima und Frieden

Das ACP weist seit Jahren auf die enge Verbindung zwischen Klima
und Frieden hin. Dieser Zusammenhang fand erstmals bei der COP28 in
Dubai größere Beachtung. Dort wurde eine Erklärung zu Klima, Hilfe,
Wiederaufbau und Frieden vorgestellt. Ein Jahr später folgte auf der
COP29 in Baku ein erneuter Aufruf zu klimabezogenen
Friedensmaßnahmen.

Angesichts anhaltender geopolitischer Spannungen fließen
politische Energie und Ressourcen jedoch zunehmend in militärische
Aufrüstung, zulasten einer aktiven Friedenspolitik. Dieser Trend
zeigt sich auch im Programm der diesjährigen UN-Klimakonferenz –
Frieden scheint, anders als in den Vorjahren, von der Agenda
gestrichen zu sein.

“Die Teilnehmenden der COP sind vor allem politische
Entscheidungsträger*innen , Lobbyist*innen und Umweltexpert*innen,
die selten eine Friedensperspektive einnehmen”, erklärt Sophia
Stanger , Senior Project Manager und Focal Point für Environmental
Peacebuilding am ACP. “Aber wir dürfen nicht vergessen: Kriege sind
Gift für Klimaschutz. Umgekehrt ist Klimaschutz unerlässlich für
unsere Sicherheit.”

Zwtl.: Wie viel Frieden steckt in der COP30?

Das Gastgeberland Brasilien hat einen umfangreichen Aktionsplan
aufgesetzt, der aus Sicht des ACP viele Möglichkeiten bietet,
Klimaschutz und Frieden zusammenzubringen. Denn Themen wie eine
globale Energiewende, Biodiversität und Naturschutz bergen einerseits
viel Konfliktpotenzial, können aber andererseits, wenn sie
partizipativ gestaltet werden, auch eine Chance für Frieden und
Demokratie sein.

“Das ACP fordert daher gemeinsam mit anderen
Friedensorganisationen, dass die Folgen von Klimawandel und
Umweltausbeutung für Frieden und Sicherheit auch bei der COP30
Beachtung finden”, sagt ACP-Direktor Tobias Lang .

Im ACP-Podcast „Inside Conflict“ spricht Sophia Stanger
ausführlich über die Verbindung zwischen Klima und Frieden und
identifiziert in diesem Zusammenhang zentrale Programmpunkte der
COP30: Podcast – ACP .

Weiterführende Links:

Make Space for Peace

Allianz für Klimagerechtigkeit “Für Klimagerechtigkeit zu den
Verhandlungen auf der COP30”