Bundesjugendvertretung zu Wehrdienstverlängerung: Attraktivierung statt Verlängerung gefordert

Wien (OTS) – Angesichts der laufenden politischen Diskussion über
eine Reform des
Grundwehr- und Zivildienstes spricht sich die Bundesjugendvertretung
(BJV) klar gegen eine Verlängerung der Dienstzeiten aus und
appelliert an die Bundesregierung, von dieser abzusehen. Statt junge
Menschen länger zu verpflichten, braucht es konkrete Schritte zur
Attraktivierung des Grundwehr- und Zivildienstes.

„Eine Verlängerung kann nicht die einzige Antwort auf die
aktuellen Herausforderungen sein. Aus unserer Sicht braucht es eine
Reform, die die Qualität der Dienste verbessert“, erklärt BJV-
Vorsitzender Moritz Mittermann.

Die BJV war als beratendes Mitglied Teil der Wehrdienstkommission
und erkennt angesichts der geopolitischen Entwicklungen den
Reformbedarf an. Gleichzeitig warnt sie vor den Folgen einer
Ausweitung der Dienstdauer: „Eine Verlängerung bedeutet einen
späteren Einstieg in Ausbildung, Studium oder Beruf. Notwendige
Reformen dürfen nicht dazu führen, dass junge Menschen zusätzlich
belastet werden“, sagt BJV-Vorsitzende Anna Schwabegger.

Perspektiven junger Menschen in Reformen einbeziehen

Statt einer längeren Dienstzeit fordert die BJV eine konsequente
Attraktivierung von Grundwehr- und Zivildienst. Aus Sicht der BJV
gibt es konkrete Stellschrauben, an denen die Regierung ansetzen
kann, um die Dienste zu verbessern. Dazu zählen insbesondere eine
Verbesserung sowohl der Ausbildung als auch des Entgelts und die
stärkere Anerkennung erworbener Qualifikationen.

Die BJV fordert daher, bei den laufenden Verhandlungen die
Perspektive der jungen Generation stärker zu berücksichtigen.
„Reformen müssen gemeinsam mit jenen gestaltet werden, die davon
unmittelbar betroffen sind. Das Ziel muss sein, den Grundwehr- und
Zivildienst attraktiver zu machen – und nicht länger“, so Schwabegger
abschließend.