BEÖ zur Industriestrategie: E‑Mobilität als Rückgrat eines klimafitten Wirtschaftsstandorts

Linz/Wien (OTS) – Anlässlich der Ausarbeitung der neuen
Industriestrategie der
Bundesregierung appelliert der Bundesverband Elektromobilität
Österreich (BEÖ) an die Verantwortlichen, E-Mobilität als zentralen
Baustein einer zukunftsfähigen Industrie- und Standortpolitik zu
verankern. „ Wer heute bei der E-Mobilität bremst, gefährdet
Investitionen, Arbeitsplätze und die Klimaziele “, betont BEÖ-
Vorsitzender Andreas Reinhardt.

Zwtl.: E-Mobilität als Standortfaktor

„ Die künftige Industriestrategie entscheidet mit darüber, ob
Österreich seine Rolle als Vorreiter bei Ladeinfrastruktur und
erneuerbarer Mobilität ausbauen oder verspielen wird “, sagt Andreas
Reinhardt. Ende 2025 waren in Österreich rund 260.000 reine E-PKW
zugelassen . Diese Zahlen zeigen: „ E-Mobilität ist längst im
Mainstream angekommen: Sie senkt Emissionen, stärkt die
Energieunabhängigkeit und eröffnet neue Wertschöpfung für heimische
Betriebe .“

Der BEÖ verweist auf über 36.000 öffentliche Ladepunkte in
Österreich und ein flächendeckend wachsendes Netz für Pkw, Lkw und
Busse, das bereits heute tausende Arbeitsplätze in Planung, Bau,
Betrieb und Services absichert. Zudem stärkt ein funktionierendes
Ladenetz den Tourismus und regionale Attraktivität.

Zwtl.: Keine fossilen Rückschritte

Mit Blick auf Debatten zur „Technologieoffenheit“ warnt der
Verband vor falschen Signalen zugunsten fossiler Rückschritte. „
Technologieoffenheit darf kein Einfallstor für ein Verbrenner-Revival
sein, sondern muss sich auf erneuerbare Lösungen konzentrieren: von
batterieelektrischen Fahrzeugen bis zu grünen Speichern und smarten
Netzen “, stellt Reinhardt klar.

International ist die strategische Entscheidung für
Elektromobilität bereits gefallen, große Märkte investieren massiv in
Fahrzeuge, Batterien und Ladeinfrastruktur. Auch die EU hat sich dazu
bekannt, bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent zu werden. „ Wenn
Europa und Österreich hier ins Zögern geraten, verlieren wir doppelt:
an Wettbewerbsfähigkeit und an Klimaschutz “, so Reinhardt.

Zwtl.: Fünf BEÖ Forderungen an die Industriestrategie

Auf Basis seines 5-Punkte-Programms „E-Mobilität für alle:
flächendeckend, leistbar, zukunftssicher“ richtet der BEÖ folgende
Kernforderungen an die Bundesregierung:

Vorrang für E-Mobilität: Klare Priorisierung emissionsfreier
Antriebe in allen relevanten Programmen der Industriestrategie – von
Förderungen bis zu steuerlichen Rahmenbedingungen.

Flächendeckende Ladeinfrastruktur: Beschleunigte Genehmigungen,
leistungsfähige Netzanschlüsse und gezielte Investitionen in
Schnellladen für Pkw, Lkw und Busse, in Stadt und Land.

Rechtssicherheit für Unternehmen: Einheitliche Regelungen fürs
Laden, langfristige Fortführung bewährter steuerlicher Anreize (
Sachbezugsbefreiung, Vorsteuerabzug) und klare Umsetzungspläne statt
kurzfristiger Kurswechsel.

E-Mobilität im Wohnbau verankern: Umsetzung der EU-
Gebäuderichtlinie, intelligente Ladelösungen im Wohnbau sowie faire
Rahmenbedingungen für gemeinschaftliche Ladeinfrastruktur.

Digitalisierung & Innovation nutzen: Anbieter-offenes Plug &
Charge, Regeln für Dynamic Pricing und bidirektionales Laden, damit E
-Fahrzeuge Netzstabilität und Kostensenkung unterstützen können.

Zwtl.: „Wer den Verbrenner rettet, verspielt die Zukunft“

„ Die neue Industriestrategie muss ein modernes Bild von
Technologieoffenheit zeichnen: Sie soll Investitionen in saubere
Innovationen beschleunigen, nicht gestrige Lösungen konservieren “,
fasst Andreas Reinhardt zusammen. „ Wer den Verbrenner retten will,
riskiert, dass Österreich beim Wandel zur klimaneutralen Mobilität
den Anschluss verliert, wirtschaftlich, klimapolitisch und
gesellschaftlich .“

Der BEÖ bietet der Bundesregierung an, seine Expertise aus
Praxisprojekten, Ladeinfrastruktur und Kund:innenperspektive in die
laufende Erarbeitung und Umsetzung der Industriestrategie
einzubringen. „Unser Anspruch ist es, die Transformation aktiv
mitzugestalten und als verlässlicher Partner weiter voranzutreiben“,
so Reinhardt.

Grafik: Neuzulassungen E-PKW 2025 nach Bundesländer
Grafik: Ladepunkte in Österreich nach Bundesländer und Leistung

Der Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ) vertritt die
Interessen von 13 Energieunternehmen in Österreich und setzt sich für
den flächendeckenden Ausbau mit Elektromobilität unter Verwendung von
100 Prozent Erneuerbarer Energie aus Österreich ein. Die Mitglieder
des BEÖ sind: BE Solution GmbH (Burgenland Energie), Energie AG
Vertrieb GmbH, Energie Graz GmbH, Energie Steiermark Kunden GmbH, EVN
Energieservices GmbH, illwerke vkw AG (vkw), Innsbrucker
Kommunalbetriebe AG (IKB), KELAG-Kärntner Elektrizitäts-
Aktiengesellschaft, LINZ AG, Salzburg AG, TINEXT (TIWAG-Next Energy
Solutions GmbH), Wels Strom GmbH und Wien Energie GmbH. www.beoe.at