AUVA zum UKH Salzburg: Zukunftskonzept fokussiert auf rasche Lösungen und gebündelte Schlagkraft

Salzburg/Wien (OTS) – Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt
(AUVA) hat sich am Mittwoch
mit dem Land Salzburg sowie den Salzburger Landeskliniken (SALK) in
einem konstruktiven Dialog über die medizinische Weiterentwicklung
des UKH Salzburg ausgetauscht. Im Zentrum der partnerschaftlichen
Gespräche stand das richtungsweisende „Modell Ortho-Trauma Salzburg“.

Die klare gemeinsame Prämisse: Das Salzburger Gesundheitswesen
braucht rasche, nachhaltige und kosteneffiziente Lösungen. Ziel ist
es, die Leistungen der Systempartner in wesentlichen Punkten so rasch
und effektiv wie möglich zu bündeln, um die Schlagkraft in der
Versorgung massiv zu erhöhen.

Fokus auf unmittelbare Entlastung durch inhaltliche Kooperation

Die AUVA investiert bundesweit massiv in neue Infrastruktur. Doch wir
wissen: Bauprojekte im Gesundheitswesen brauchen Zeit. Der
Versorgungsdruck in Salzburg duldet jedoch keine zehnjährige
Wartezeit auf ein neues Gebäude. Die partnerschaftlichen Gespräche
zwischen AUVA, Land Salzburg und SALK haben gezeigt: Eine
erfolgreiche Bündelung unserer medizinischen Schlagkraft erfordert
nicht zwingend eine bauliche Fusion.

Das Management der AUVA wird dem Verwaltungsrat, dem
geschäftsführenden Gremium der Organisation, daher vorschlagen,
künftig auf eine starke inhaltliche Kooperation zu setzen. Diese
Kooperation soll unter anderem durch Hightech-Robotik, smarte
Patientenlenkung, eine Tagesklinik sowie eine Erstversorgungsambulanz
exakt jene Entlastung schaffen, die das Bundesland jetzt benötigt.

Bekenntnis zum Standort Salzburg

Mario Watz, Obmann der AUVA, betont: „Die AUVA bekennt sich ohne Wenn
und Aber zum Standort Salzburg. Wir setzen dabei auf modernste
medizinische Inhalte. Mit dem ‚Modell Ortho-Trauma Salzburg‘ holen
wir die besten von uns österreichweit erprobten Konzepte – von der
Robotik bis zur Tagesklinik – in unser UKH. Wir planen gezielte
Investitionen in High-Tech-Infrastruktur, um die Versorgung der
Salzburger Bevölkerung nicht erst in zehn Jahren, sondern so rasch
wie möglich spürbar auf ein neues Level zu heben.“

Das besprochene Modell im Überblick

Das im Austausch diskutierte Konzept zielt auf eine vertiefte
Kooperation auf Augenhöhe ab und skizziert eine zügige Stärkung durch
kluge Arbeitsteilung. Folgende Eckpunkte sollen konzipiert und zur
Umsetzung vorbereitet werden:

Spezialisierung zur Systementlastung: Geplant ist, dass die AUVA
gezielt schwere Arbeitsunfälle auf die eigene Intensivstation
übernimmt und diese anschließend nahtlos in der eigenen
Rehabilitation weiterversorgt. So sollen kritische Bettenkapazitäten
der SALK freigespielt werden.

Neue Tagesklinik: Angestrebt wird die Etablierung einer
hocheffizienten Tagesklinik nach dem Vorbild des Traumazentrums Wien-
Brigittenau. Das Ziel: „Morgens operiert, abends daheim“ – für
kürzere Wartezeiten und eine schnelle Genesung im gewohnten Umfeld.

Smarte Patientenlenkung: Vorgesehen ist der gemeinsame Aufbau einer
zentralen Erstversorgungsambulanz (EVA) zur besseren Triage.
Patientinnen und Patienten sollen durch eine strukturierte
Ersteinschätzung sofort zur richtigen Versorgungsebene gelangen, um
Fehlleitungen massiv zu reduzieren und wertvolle Spitalsressourcen zu
schützen. Dies zeigen unsere Erfahrungen aus Graz und Wien.

High-Tech und Ausbildungskooperation: Das Konzept beinhaltet den
Transfer der Robotik-Expertise der AUVA nach Salzburg zur Etablierung
eines technologischen Leuchtturms, gekoppelt mit einer
Ausbildungskooperation zur langfristigen Standortbindung
qualifizierter Fachkräfte.

Mit diesem zukunftsorientierten Weg wollen wir unseren Teil dazu
beitragen, dass die Salzburger Bevölkerung rasch und verlässlich die
bestmögliche Versorgung erhält – modern, effizient und
partnerschaftlich.