Wien (OTS) – Wer am Samstag, 30. Mai, den Brennerkorridor nutzen
will, muss sich
auf massive Behinderungen, Stillstand und sehr lange Verzögerungen
einstellen. Die Sperre der A13 beginnt zwar erst gegen 11 Uhr,
Probleme gibt es aber schon davor. Denn Staus sind vor und nach der
eigentlichen Sperre unvermeidbar. Daher die eindringliche Empfehlung
der ASFINAG: Den Brennerkorridor den gesamten Samstag meiden.
Aber auch auf den Ausweichstrecken sind massive Staus zu
erwarten. Denn die anderen Nord-Süd-Verbindungen, insbesondere die
Tauern- und Pyhrn Autobahn sind schon ohne Umleitungsverkehr an einem
solchen Reisetag überlastet. Staus und stundenlange Wartezeiten
müssen in jedem Fall in Kauf genommen werden. Der beste Tipp:
Verzichten Sie sofern möglich an diesem Tag auf eine Fahrt nach bzw.
über Österreich und weichen Sie auf andere Reisetage aus.
Zwtl.: ASFINAG warnt in deutlichen Worten vor stundenlangen
Verkehrsbehinderungen
Aktuelle Verkehrsprognosen zeigen, dass der betroffene Tag zu den
verkehrsstärksten des Jahres zählen wird. In drei der
bevölkerungsreichsten deutschen Bundesländer – Bayern, Baden-
Württemberg und Sachsen-Anhalt – fallen Ferienzeiten zusammen,
gleichzeitig ist in Italien am 2. Juni mit dem „Tag der Befreiung“
ein Feiertag. Zusätzlich wird in Innsbruck eine Großveranstaltung mit
zehntausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattfinden. Diese
außergewöhnliche Ballung von Verkehrsströmen führt bereits ohne
zusätzliche Einschränkungen zu einer äußerst angespannten Lage.
Besonders betroffen sind aus Sicht der ASFINAG die Bundesländer
Kärnten, Salzburg und Oberösterreich sowie Steiermark entlang der A10
und A9. Auch Vorarlberg müsste mit erheblichen Belastungen aufgrund
der notwendigen Sperre, möglicher Rückführungen des Verkehrs vor
Einfahrt nach Tirol bzw. aufgrund des Umwegverkehrs rechnen.
Zwtl.: Was das konkret bedeutet:
– Sperre der A13 ab 11 Uhr bis 19 Uhr: kein Durchzugsverkehr für
Urlaubende möglich – rechnen Sie mit erheblichen Verzögerungen über
Stunden, auch vor und nach der Sperre erwartet die ASFINAG deutliche
Verzögerungen.
– Vermeiden Sie Reisen via Österreich an diesem Tag im Idealfall
komplett. Verlegen Sie Ihre Durchreisezeiten außerhalb der
Sperrzeiten oder im Bestfall auf andere Tage vor oder nach der
Sperre.
– Ausweichrouten sind möglich, sind aber in keinem Fall eine
schnelle oder behinderungsfreie Alternative. Das nachgeordnete Netz
ist dabei genauso am Limit – zusätzliche Verkehre verschärfen die
Lage entlang der Routen A10 und A9 noch weiter. Kurzum: es wird auf
diesen Routen zu stundenlangen Staus und Verzögerungen kommen.
Bestehende Baustellen im Bereich der Mautstelle St. Michael oder auf
Abschnitten mit einspurigen Verkehrsführungen auf der A 9 verschärfen
diese Lage zusätzlich.
Zwtl.: Vorbereitete Maßnahmen:
Salzburg/A10:
–
Verstärkte Präsenz der ASFINAG: Traffic Manager und des
Streckendienstes der Autobahnmeistereien entlang der A10 für Stau-
und Ereignismanagement von Salzburg bis nach Villach
–
Zusätzliche Abfahrtsverbote gelten am Samstag, 30. Mai 2026
entlang der Tauernautobahn, analog zu den Maßnahmen für den
Sommerreiseverkehr
–
Mehr personelle Ressourcen an der Mautstelle St. Michael sowie in
der österreichweiten Verkehrsmanagementzentrale Inzersdorf
Tirol/A12 und A13:
–
Alle vier Autobahnmeistereien mit verstärkter Präsenz; Service-
und Kontrollmanagement mit Zusatzkräften an diesem Tag im Einsatz zur
Unterstützung von Sperren, Verkehrsführungen und Ereignismanagement.
–
Arbeiten im Landecker Tunnel: Nachtsperren in den Nächten 29./30.
und 30./31. Mai werden aufgehoben, um Ausweich- und Rückströme zu
entlasten.
–
Die Luegbrücke auf der A13 ist bereits ab Freitag, 29. Mai, 7 Uhr
zweispurig. Das bedeutet zwar mehr Kapazität, ist jedoch nicht als
Freibrief für eine behinderungsfreie Fahrt zu sehen.
Die ASFINAG hat zudem die bereits enge Abstimmung mit
Nachbarländern, Behörden in Salzburg und Tirol sowie den
Einsatzorganisationen weiter intensiviert, um im Zuge des
Ereignismanagements schnell reagieren zu können. Sämtliche
Informationen zur Sperre sind auf der zentralen Seite
www.tirol.gv.at/brennersperre zu finden. Die ASFINAG hat zudem die
Informationen über Medien, an europäische Partner sowie an die
Organisationen der Nachbarländer im Vorfeld deutlich platziert.
Darüber hinaus stehen sämtliche Services wie ASFINAG App, Websites,
Überkopf-Anzeigen und Verkehrsinformationen bereit, um über die
Behinderungen zu warnen und über die aktuelle Verkehrslage zu
informieren.
Wer die Fahrt am 30. Mai nicht verschieben kann und trotz allem
über Österreich reisen will, muss mit langen Verzögerungen rechnen.
Das bedeutet: deutlich mehr Zeit einplanen, Stoßzeiten wenn möglich
strikt vermeiden, zähfließenden Verkehr bis zum Stillstand auf
Ausweichrouten einplanen, Treibstoff auffüllen bzw. laden,
ausreichend Getränke mitnehmen und sich über die aktuelle
Verkehrslage informieren.