42 Klimaaktivist:innen angeklagt: VGT solidarisch, Klimawandel größte Bedrohung

Wien (OTS) – Ab morgen Freitag stehen insgesamt 42 Menschen vor
Gericht, weil sie
sich für Maßnahmen gegen den Klimawandel eingesetzt haben. Menschen
zwischen 76 und 22 Jahren alt, aus allen Teilen Österreichs und dem
benachbarten Ausland, die uns aufrütteln wollten, weil wir als
Gesellschaft und die Verantwortlichen in der Politik einfach viel zu
wenig gegen den Klimawandel unternehmen. Wissenschaftlich gesehen
steht uns ein Supergau bevor, der unsere Kinder und Kindeskinder
treffen wird. Die Augen zu verschließen, sich auf andere Länder
auszureden und einfach weiterzumachen wie bisher, ist schlicht keine
Option. Jeder Mensch, der sich auf gewaltfreie Weise offen für
Klimamaßnahmen engagiert, wie die Angeklagten – es wurde niemand
durch ihre Aktionen bedroht oder verletzt – verdient unsere
Bewunderung und Unterstützung.

In Solidarität mit den Angeklagten wird es morgen Freitag um 8:30
Uhr vor dem Eingang ins Landesgericht in der Wiener Wickenburggasse
eine Kundgebung geben, der sich der VGT anschließt.

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch, der selbst einmal wegen seines
Aktivismus im Tierschutz 14 Monate auf der Anklagebank gesessen und
schließlich von sämtlichen Vorwürfen freigesprochen worden ist, dazu:
„Ich habe zwei kleine Kinder, um deren Zukunft ich mir ernsthaft
Sorgen mache. Neben den imperialen Ansprüchen von Putin und Trump,
ist der Klimawandel die größte Bedrohung für sie. Wenn uns die
Wissenschaft sagt, dass sich die Erde, wenn wir weitermachen wie
bisher, so erhitzen wird, dass sich die Menschheit nicht mehr
ernähren kann und Milliarden zur Flucht gezwungen werden, muss ich
als Vater etwas unternehmen, das über die einmalige Stimmabgabe bei
einer Nationalratswahl alle paar Jahre hinausgeht. Auch nur mich
selbst so zu verhalten, dass ich möglichst wenig Treibhausgase
verursache, reicht nicht aus. Als Teil dieser Gesellschaft bin ich
auch für deren Rolle im Klimawandel mitverantwortlich. Deshalb
bewundere ich persönlich den Einsatz dieser Menschen, die jetzt für
uns alle auf der Anklagebank sitzen. Niemand kann heute sagen, er
oder sie hätte es ja nicht besser gewusst. Wir wissen es besser – und
tun nichts. Unsere Nachkommen werden unsere Ignoranz und Lethargie
angesichts der kommenden Katastrophe ausbaden müssen! “