Wien (OTS) – Den Auftakt bildete eine Großdemonstration am Mittwoch
in Wien mit
rund 28.000 Teilnehmer_innen. Am gestrigen Tag folgten weitere
Proteste in den Bundesländern mit 6.500 Menschen in Graz, 2.500 in
Salzburg, 1.400 in Linz und 1.200 in Klagenfurt – insgesamt fast
12.000. Es handle sich nicht um vereinzelte Proteste, sondern um eine
bundesweite Bewegung, die sich klar gegen reale Einschnitte im
Hochschulbereich richtet. „ Die enorme Beteiligung – allein 28.000
Menschen in Wien und über 40.000 österreichweit zeigt, dass sich
Studierende nicht für eine verfehlte Budgetpolitik zur Kasse bitten
lassen. Wir akzeptieren nicht, dass bei Bildung gespart wird, während
Superreiche und Großkonzerne verschont bleiben “, betont Selina
Wienerroither aus dem ÖH-Vorsitz.
Zwtl.: Inflationsanpassung als “Bare Minimum”
Hintergrund der Proteste sind die geplanten budgetären
Einschnitte ab 2028. Diese würden nach Einschätzung der ÖH
unmittelbare Auswirkungen auf Studierende und Universitäten haben. „
Die geplanten Einsparungen bedeuten ganz konkret schlechtere
Studienbedingungen: weniger Lehrveranstaltungen, überfüllte Hörsäle
und weniger Unterstützung für Studierende, zusätzlich wird auch die
Forschung im Bereich Klima und Nachhaltigkeit geschwächt. Gerade in
Zeiten der Klimakrise ist das ein Rückschritt für die dringend
notwendige wissenschaftliche Arbeit ,“ erklärt Viktoria Kudrna aus
dem ÖH-Vorsitz.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Budgetverhandlungen übt die ÖH
auch grundsätzliche Kritik an der politischen Prioritätensetzung. Ein
Budgetloch, das durch politische Entscheidungen vergangener Jahre
entstanden ist, dürfe nicht im Nachhinein auf jene abgewälzt werden,
die auf ein funktionierendes Bildungssystem angewiesen sind. Die ÖH
fordert daher einen verlässlichen Finanzierungspfad sowie eine
strukturelle Absicherung der Universitäten – die Inflationsanpassung
auf 18 Milliarden Euro sei dabei das absolute Minimum. Nur so könnten
Qualität in Studium und Lehre, die soziale Durchlässigkeit und faire
Arbeitsbedingungen langfristig gesichert werden. Für die ÖH steht
fest: Mit keiner Netto-Kürzung wird man sich zufriedengeben.
Zwtl.: Regierung muss Klarheit schaffen
Über 35.000 Menschen unterschrieben die ÖH-Petition gegen die
drohenden Kürzungen. „ Unsere Forderungen sind klar und liegen seit
langem auf dem Tisch. Die Bundesregierung muss jetzt Klarheit
schaffen und eine nachhaltige und faire Finanzierung der
Universitäten sicherstellen „, so Umut Ovat aus dem ÖH-Vorsitz. Die
ÖH kündigt an, den Druck weiter aufrecht erhalten und gemeinsam mit
Studierenden in ganz Österreich für eine nachhaltige und ausreichende
Finanzierung der Universitäten zu kämpfen – solange wie notwendig.