Wien (OTS) – Im Endspurt vor den Festtagen hat das Weihnachtsgeschäft
2025 im
österreichischen Einzelhandel noch einmal ordentlich Fahrt
aufgenommen: Nachdem die Umsätze in den letzten Tagen wetterbedingt
leicht unter dem Vorjahresniveau lagen, machten die heimischen
Händler am heutigen vierten Adventsamstag ähnlich starke Geschäfte
wie 2024.
Regionale Unterschiede: Tourismus-Hochburgen mit
rekordverdächtigem Kundenansturm
„Das vierte Adventwochenende ist für den stationären Einzelhandel
sehr stark verlaufen. Unsere Händler verzeichneten sowohl in den
Einkaufsstraßen als auch in den Fachmarkt- und Shoppingzentren gute
Kundenfrequenzen. Wie erwartet ist der Samstag im 6-Tage-Vergleich
mit Abstand am umsatzstärksten, aber auch der Freitag hat nachmittags
stark performt“ , berichtet Rainer Will , Geschäftsführer des freien,
überparteilichen Handelsverbands.
Im Regionalvergleich durften sich vor allem die Tourismus-
Hochburgen in Salzburg, Tirol (Innsbruck) und Wien (Innere Stadt)
über einen rekordverdächtigen Kundenansturm freuen – darunter so
viele Touristen wie noch nie. Allein in Wien gibt es heuer im
Dezember um rund 5% mehr Nächtigungen als im Vorjahr. Davon
profitiert auch der stationäre Einzelhandel und die Adventmärkte.
Außerordentlich hohe Kundenfrequenzen meldeten heute aber auch Linz
und Villach sowie große Shoppingcenter wie die Shopping City Süd (SCS
) und der Europark Salzburg.
Branchenvergleich: Spielwaren, Bücher, Lebensmittel, Kosmetik &
Schmuck top
„Im Branchenvergleich verzeichneten gestern und heute
insbesondere der Handel mit Lebensmitteln, Spielzeug, Kosmetik,
Schmuck und Büchern eine hohe Nachfrage. Aber auch viele Möbelhäuser
waren heute rappelvoll“, so Rainer Will .
Im Bundesländerranking der Pro-Kopf-Ausgaben für
Weihnachtsgeschenke greifen dieses Jahr übrigens die Salzburger und
Oberösterreicher mit durchschnittlich 399 Euro am tiefsten in die
Taschen, gefolgt von Niederösterreich und dem Burgenland mit 388
Euro. Das Schlusslicht bilden die westlichen Bundesländer Tirol und
Vorarlberg mit 379 Euro.
Endspurt: 7% der Österreicher shoppen Weihnachtsgeschenke „last
minute“
Auf die verbleibenden zwei Verkaufstage bis zum Heiligen Abend
blickt der Einzelhandel mit Optimismus: Mit den umsatzstarken Tagen
am 22. und 23. Dezember steht das finale Highlight der
Weihnachtssaison noch bevor. In den kommenden Tagen entscheidet sich,
ob unsere Umsatzprognose für das heurige Weihnachtsgeschäft im
österreichischen Einzelhandel mit einem Mehrumsatz von 1,19
Milliarden Euro netto im Dezember tatsächlich eintreten wird. Im
Vergleich zum Vorjahr wäre das eine Steigerung von 2%.
Die Branche hofft dabei insb. auf die vielen Last-Minute Shopper
im Land: Immerhin 7% der Konsumenten sichern sich erst in den letzten
Tagen vor Heiligabend die Geschenke für die Lieben. Der Onlinehandel
spielt am 23. und 24. Dezember für den Geschäftekauf gar keine Rolle
mehr, es spielt sich alles im stationären Handel ab. Vor den
Weihnachtsfeiertagen hat dann naturgemäß vor allem der
Lebensmittelhandel High Noon.
Gutscheingeschäft hat Hochkonjunktur
Nach dem 24. Dezember werden dann Geldgeschenke eingelöst und das
Gutscheingeschäft hat Hochkonjunktur bis weit in den Jänner 2026
hinein. Gutscheine boomen heuer übrigens so stark wie noch nie – sie
werden von 45% aller Weihnachtsengerl verschenkt. Auch der Trend zu
Geldgeschenken hält an. Ein Drittel der Österreicher verschenkt damit
Wahlfreiheit. Vielfach werden mit geschenktem Geld aber auch einfach
Rechnungen bezahlt und keine Wareneinkäufe getätigt. Immerhin 28% der
Österreicher verschenken Spielzeug, aber auch Bücher sowie Kleidung
stehen mit je 24% wieder hoch im Kurs.
Shoppingtrends: Traurige Weihnachten für Labubus & Lafufus
Bei den X-Mas-Shoppingtrends tut sich heuer einiges! Im
Lebensmittelhandel stehen Fleischalternativen wie Tempeh und Tofu
hoch im Kurs, auch Protein-Produkte und zuckerfreie Süßigkeiten sowie
Kokosdrinks boomen. Selbiges gilt für den Alkoholfrei-Trend (Sober
Curious): besonders alkoholfreies Bier ist beliebt wie nie.
„Im Non-Food-Sortiment erleben Selbstoptimierungs-Tools wie
Fitness-Tracker, Pulsuhren und Smart Watches eine starke Nachfrage.
Traurig wird Weihnachten für die Labubus und Lafufus. Nach denen
kräht kein Hahn mehr. Dafür steht aber schon der nächste Hype in den
Startlöchern: Jetzt kommen die Bratziez“ , bestätigt Handelssprecher
Rainer Will .
Praktisch-Nützliches, etwa für Küche oder Haushalt (z.B. Air-
Fryer, Kaffeemaschinen-Upgrade oder smarte Energiespar-Helfer) sind
2025 ebenso Dauerbrenner wie Tech- oder Gaming-Highlights wie
Konsolen und Kopfhörer, auch High-Tech- und AI-Toys gewinnen rasant
an Bedeutung.