St. Pölten (OTS) – Die Nacht vom 24. April wurde von 15.220
Besucherinnen und Besuchern
genutzt, um die vielfältige Forschungslandschaft Niederösterreichs zu
erkunden. Bei der Langen Nacht der Forschung 2026 gaben über hundert
Institutionen und Unternehmen Einblick in ihre Forschungen. In Asparn
an der Zaya, Baden, Klosterneuburg, Krems, Melk, St. Pölten, Tulln,
Wiener Neustadt, Wieselburg und Ybbs-Persenbeug zeigten
Wissenschafterinnen und Wissenschafter, woran aktuell gearbeitet
wird.
„Die Lange Nacht der Forschung hat wieder gezeigt, wie viel
Neugier, Kreativität und Innovationskraft in Niederösterreich steckt.
Tausende Menschen haben erlebt, wie Forschung unseren Alltag
verbessert und unsere Zukunft gestaltet. Besonders freut mich, dass
so viele junge Menschen mit leuchtenden Augen von Station zu Station
gegangen sind. Genau diese Begeisterung brauchen wir, um
Niederösterreich als starken Wissenschafts- und Technologiestandort
weiter auszubauen“, freut sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
Mitmachen, Staunen, Entdecken – das Motto der Langen Nacht der
Forschung wurde in vollem Umfang umgesetzt.
Wissenschaftsinteressierte konnten Neues über Forschungsprojekte
kennenlernen und bei Mitmachstationen selbst in die Rolle von
Forscherinnen und Forschern schlüpfen. Bei rund 350 Stationen und
Programmpunkten wurde gezeigt, wie viel Niederösterreich im Bereich
Wissenschaft und Forschung zu bieten hat.
„Von Energie über Medizin bis Landwirtschaft – überall wurde
sichtbar, wie Wissenschaft konkrete Lösungen für die
Herausforderungen unserer Zeit liefert. Die große Besucherzahl zeigt,
dass Forschung in Niederösterreich nicht im Elfenbeinturm
stattfindet, sondern mitten in der Gesellschaft. Das bestärkt uns
darin, diesen Weg konsequent weiterzugehen. Wir wollen neue
Erkenntnisse erforschen, die Niederösterreich und die Welt
weiterentwickeln, die das Leben leichter und das Zusammenleben besser
machen“, so der für die Wissenschaft zuständige LH-Stellvertreter
Stephan Pernkopf.
Von der Archäologie, Informatik bis hin zu Sozialwissenschaften –
die unterschiedlichsten Wissenschaftsdisziplinen wurden bei der
Langen Nacht der Forschung präsentiert. Dabei brachten Interessierte
nicht nur Spannendes über verschiedene Projekte in Erfahrung, sondern
es durfte auch aktiv mitgemacht werden. Besucherinnen und Besucher
konnten in Asparn an der Zaya selbst historische Funde bestimmen, in
Melk beim Standort der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich
Programmiertechniken lernen oder am ecoplus Technopol Krems die
Fähigkeiten von Ärztinnen und Ärzten, wie beispielsweise das Nähen
von Wunden, üben. Besucherinnen und Besucher schlüpften am Standort
der Pädagogischen Hochschule in Baden selbst in den Labormantel und
ließen es bei Chemie-Experimenten wortwörtlich krachen.
Auch die Forschung mit Alltagsgegenständen wurde den
Besucherinnen und Besuchern nähergebracht. In St. Pölten zeigte die
University of Applied Sciences (USTP), wie ein Staubsauger als „Smart
Companion“ zum Lebensretter werden kann. Am ecoplus Technopol Tulln
wurde vermittelt, wie Abfall durch Mikroorganismen und Biomoleküle
wieder zu einer Ressource wird. Interessierte konnten den Prozess
selbst miterleben und Metalle aus einer Mischlösung fischen. Wie
Strom aus nachhaltigen Energiequellen für unseren Bedarf produziert
werden kann, wurde beim Verbund Wasserkraftwerk in Ybbs-Persenbeug
einem interessierten Publikum gezeigt.
Die Welt des Himmels und der Sterne konnten
Wissenschaftsbegeisterte in Klosterneuburg am Institute of Science
and Technology Austria (ISTA) sowohl im AstroLab als auch durch eine
Live-Verbindung zu Österreichs größtem Spiegelteleskop am Leopold
Figl Observatorium entdecken. Zudem wurden am ecoplus Technopol
Wiener Neustadt verschiedene Flugzeugtypen ausgestellt und im ESA-Lab
Austria konnte die Fertigung von Klein-Satelliten bestaunt werden.
Die Landwirtschaft der Zukunft war am ecoplus Technopol
Wieselburg Thema. Von innovativen Technologien und dem Einsatz von
Robotern bis hin zu neuen Produktkonzepten für die Nutzung von
Pflanzen für Lebensmittel – die modernen Möglichkeiten werden von der
Forschung laufend entwickelt, um das menschliche Leben in Zukunft zu
verbessern.
Außerdem sorgte ein umfassendes Rahmenprogramm für Unterhaltung.
Neben der Wissenschaftsshow des Science Busters Mitglieds Elisabeth
Oberzaucher, gab es ein Mitmachtheater für Kinder, und der
Rathausplatz in St. Pölten verwandelte sich in eine temporäre Bühne
mit überdimensionalem Skydancer.
Die Lange Nacht der Forschung Niederösterreich wird gemeinsam von
der Abteilung Wissenschaft und Forschung des Landes NÖ sowie der NÖ
Wirtschaftsagentur ecoplus organisiert und zeigt, wie vielfältig die
Forschungslandschaft Niederösterreichs ist. Das nächste Mal kann im
Jahr 2028 wieder ein Blick in die faszinierende Welt der Wissenschaft
und Forschung geworfen werden.