Grüne: FPÖ und AfD sind eine Gefahr für Wohlstand und Sicherheit von Österreich und Europa

Wien (OTS) – „Wer wissen will, welches Europa die extreme Rechte
anstrebt, muss
Alice Weidel nur zuhören: Deutschland raus aus dem Euro- und
Schengenraum, Klimaschutz abschaffen. Und die FPÖ? Die nennt Weidel
als Vorbild. Das ist kein Zufall, sondern ein gemeinsames politisches
Projekt gegen ein starkes Europa“, sagt Meri Disoski, außen- und
europapolitische Sprecherin der Grünen.

AfD-Chefin Alice Weidel hat im aktuellen ZDF-Sommerinterview
einen Austritt Deutschlands aus dem Schengen-Raum gefordert und den
im AfD-Programm verankerten Austritt Deutschlands aus dem Euro-System
verteidigt. Auch Klimaschutzmaßnahmen hält sie für unnötig.
Gleichzeitig lobt sie bei ihrem Wien-Besuch die FPÖ und insbesondere
den steirischen Landeshauptmann Mario Kunasek. Von der FPÖ könne die
AfD „sehr viel lernen“, so Weidel.

„Was Weidel hier propagiert, hätte auch für Österreich massive
Konsequenzen. Schengen bedeutet offene Grenzen und Reisefreiheit, der
Euro wirtschaftliche Stabilität und einen gemeinsamen
Wirtschaftsraum. Gerade Österreich als kleines Land im Herzen Europas
profitiert enorm von europäischer Zusammenarbeit. Wer diese
Errungenschaften zurückdreht, macht Österreich nicht souveräner,
sondern schwächer“, sagt Disoski und weiter: „Die extreme Rechte
verkauft Nationalismus als Stärke. Tatsächlich ist ihr Rezept
Abschottung statt Zusammenarbeit, Nationalismus statt gemeinsamer
europäischer Lösungen, Rückschritt beim Klimaschutz. Ihr politisches
Projekt macht Europa schwächer – und damit auch Österreich“, hält
Disoski fest.

„FPÖ-Chef Kickl sollte den Menschen in Österreich daher erklären,
wofür seine FPÖ europapolitisch tatsächlich steht: Will auch er
Österreich aus dem Euro und aus Schengen führen? Oder distanziert er
sich von diesen Forderungen seiner engsten politischen Verbündeten?
Denn eines muss klar sein: Diese nationalistischen Alleingänge, wie
sie die AfD plant, gefährden unseren Wohlstand und setzen unsere
Sicherheit aufs Spiel“, hält Disoski fest.