Verband der Privatkrankenanstalten ist alarmiert: Die Abschaffung des PRIKRAF wäre fatal für das österreichische Gesundheitssystem

Wien (OTS) – Der aktuelle Vorstoß zur Abschaffung des PRIKRAF
entbehrt jeglicher
gesundheitspolitischen Grundlage. Ohne PRIKRAF-Spitäler werden
Wartezeiten noch länger und die Gesundheitsversorgung der
Österreicherinnen und Österreicher ernsthaft gefährdet. Der VPKA
tritt daher geschlossen gegen die Abschaffung des PRIKRAF ohne
adäquaten Ersatz auf.

„Die Abschaffung des PRIKRAF wird dem öffentlichen System schaden
und Mehrkosten verursachen – kolportierte Einsparungen in Höhe von
200 Millionen entbehren jeglicher Grundlage“ , stellt Prim. Dr. Josef
F. Macher, Präsident des Verbands der Privatkrankenanstalten und
Geschäftsführer Klinik Diakonissen Linz fest und fordert zur Rückkehr
zu einer sachlichen Debatte auf.

Zwtl.: Der Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds schafft
Planbarkeit und Resilienz

Der 2002 geschaffene Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds (
PRIKRAF) ist kein „Zuckerl“ für private Krankenanstalten, sondern
schafft Leistungstransparenz, Planungssicherheit und garantiert hohe
Qualitätsstandards. „Sozialversicherte Beitragszahler haben einen
Rechtsanspruch auf Übernahme von einem Teil der Behandlungskosten in
einer Privatkrankenanstalt“ , stellt Mag. Werner Fischl,
Vizepräsident des VPKA und Geschäftsführer bei MavieMed
Privatkliniken, klar und ergänzt: „Entgegen anderslautender
Behauptungen befindet sich im PRIKRAF also kein Steuergeld. Auch
werden nur medizinisch notwendige Leistungen bezahlt und keine
Schönheitsoperationen. Die Leistungen von Privatkliniken werden von
Patientinnen und Patienten aller gesellschaftlichen Schichten in
Anspruch genommen.“

Zwtl.: Die Leistungen der Privatkrankenanstalten sind systemrelevant

Privatkrankenanstalten versorgen jährlich rund 130.000
Patientinnen und Patienten, diese Zahl steigt kontinuierlich an,
während die Patientenzahlen in den über die Landesfonds finanzierten
Spitälern leicht rückläufig sind. Der durch die PRIKRAF-Abschaffung
drohende Wegfall der Privaten würde in einigen Bundesländern bei
bestimmten Leistungen eine dramatische Lücke erzeugen. So kommt jedes
5. Kind in der Steiermark in einer Privatklink zur Welt, in Wien ist
es jedes 7. Bei den Katarakt-Operationen werden österreichweit 15
Prozent aller Operationen in Privatkrankenanstalten durchgeführt, bei
Knie-Total-Endoprothesen finden im ganzen Land rund 10 Prozent der
Operationen im privaten Sektor statt.

„Die Privatkrankenanstalten bilden eine zentrale Säule des
österreichischen Gesundheitssystems, diese aus populistischen oder
ideologischen Gründen herauszureißen bringt weder den Patientinnen
und Patienten etwas noch dem Gesundheitssystem als Ganzes“ , bringt
es Primarius Dr. Macher auf den Punkt und ergänzt, dass dies „eine
Rückkehr zur Abrechnung nach Pflegetagen statt nach Leistungen
bedeuten würde und in der modernen Akut-Medizin wohl denkunmöglich
und völlig ineffizient wäre“.

Zwtl.: Über den Verband der Privatkrankenanstalten

Der Verband der Privatkrankenanstalten Österreichs (VPKA)
repräsentiert als freiwillige und unabhängige Interessensvertretung
seit über 75 Jahren eine der tragenden Säulen des österreichischen
Gesundheitswesens.

Der Verband für nicht-öffentliche Gesundheitseinrichtungen
vertritt aktuell rund 80 Mitgliedsbetriebe, darunter
Akutkrankenanstalten, Sonderkrankenanstalten,
Rehabilitationseinrichtungen, Pflegeheime und Ambulatorien mit gesamt
über 10.000 Beschäftigten und über 7.000 Betten. Als
kollektivvertragsfähige Körperschaft schließt der Verband mit dem
Sozialpartner den bundesweit gültigen Kollektivvertrag der
Privatkrankenanstalten Österreichs ab.

Das leitende Organ des VPKA besteht aus erfahrenen
Gesundheitsmanagern, die in ihrer Zusammensetzung die Diversität
unserer Mitglieder repräsentieren.