Flugrettung: Wien und Niederösterreich ebnen Weg für Echtkosten-Abrechnung ab 2028

St. Pölten (OTS) – Die Finanzierung des Wiener Flugrettungsdienstes
wird auf neue Beine
gestellt. Bislang wurden die Kosten für den Rettungshubschrauber
pauschal zur Hälfte zwischen den Ländern Wien und Niederösterreich
geteilt. Ab 2028 soll eine Echtkosten-Abrechnung stattfinden. Darüber
informierten heute, Donnerstag, die Landesräte Eva Prischl und Anton
Kasser sowie Stadtrat Peter Hacker am ÖAMTC-Flugrettungsstützpunkt in
Wien-Erdberg.

Der in Wien stationierte Rettungshubschrauber Christophorus 9 des
ÖAMTC fliegt seit 25 Jahren Einsätze im Auftrag der beiden
Bundesländer. Evaluierungsberichte haben gezeigt, dass
durchschnittlich 80 Prozent der Einsätze in Niederösterreich geflogen
werden und nur 20 Prozent in Wien. „Wien und Niederösterreich sind
daher auf einem konstruktiven und guten Weg, ab 2028 mittels einer
15a-Vereinbarung die Einsätze nicht mehr pauschal, sondern in
Flugminuten abzurechnen. Damit werden die Kosten der Hubschrauber-
Einsätze von den Bundesländern exakt nach den tatsächlich geflogenen
Zeiten beglichen“, unterstrichen Hacker, Kasser und Prischl dabei.

Landesrätin Eva Prischl betonte die Wichtigkeit des Standorts,
„weil 80 Prozent der Einsätze hier für Niederösterreich geflogen
werden.“ Der bisherige Vertrag werde abgeändert, damit er fairer
werde, sagte sie und betonte, dass man damit Verantwortung übernehme
und die Hubschrauberflotte finanziell absichere. „Wir sorgen damit
für eine noch bessere Unterstützung bei Notfällen“, ergänzte sie.

Landesrat Anton Kasser führte aus, dass sich die
Einsatzintensität geändert habe und die 50:50-Finanzierung nicht mehr
fair sei – daher habe man sich „relativ rasch darauf einigen können,
dass wir 2027 500.000 Euro mehr beitragen und ab 2028 werden wir die
Einsätze in Flugminuten abrechnen.“ Der Gesundheitsplan 2040+ sei für
Niederösterreich ein zentrales Thema, betonten Prischl und Kasser
gleichermaßen. Daher komme gerade der Flugrettung eine zentrale Rolle
zu.

Stadtrat Peter Hacker sagte, er sei sehr froh, dass „wir heute
eine Vereinbarung präsentieren dürfen, über die wir sehr intensiv
diskutiert haben.“ Es sei eine gute, nachhaltige und langfristig
brauchbare Vereinbarung. Die bewährte, hochprofessionelle
Zusammenarbeit könne so fortgesetzt werden.

Der Wiener Rettungshubschrauber fliegt seit 2011 im Auftrag der
beiden Bundesländer Wien und Niederösterreich Einsätze. Der
Hubschrauber wird ebenso wie der Pilot vom ÖAMTC zur Verfügung
gestellt. Die Flugretter werden von der Wiener Berufsrettung
gestellt, die Notärzte gemeinsam von Wiener Berufsrettung und Wiener
Gesundheitsverbund.

Weitere Informationen: Büro LR Eva Prischl, Pressesprecher Anton
Heinzl, Telefon: 02742/9005-12576, E-Mail [email protected]
oder Büro LR Kasser, Pressesprecher Jan Teubl, Telefon: 0676/812
12345, E-Mail: [email protected]