Wien (OTS) – In der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage
rechtfertigte
NEOS-Außenministerin Meinl-Reisinger ein aus dem Ruder gelaufenes
Kulturprojekt in einer der bedeutendsten koptischen Kirchen in
Ägypten. Obwohl die Veranstaltung nach einem Eklat vom zuständigen
Jugendbischof abgebrochen wurde, flossen über 4.600 Euro an
Steuergeldern. Für den FPÖ-Kultursprecher NAbg. Wendelin Mölzer
offenbarte dieser Vorgang ein massives Versagen im Außenministerium.
„Es ist ein absoluter Skandal, dass das hart erarbeitete
Steuergeld der Österreicher dafür missbraucht wird, um in
hochsensiblen Sakralräumen im Ausland für diplomatische Eklats zu
sorgen. Was diese Verlierer-Koalition hier unter dem Deckmantel der
Kunst ins Ausland exportiert, ist nichts anderes als eine respektlose
Provokation gegenüber der koptischen Glaubensgemeinschaft“,
kritisierte Mölzer.
Laut der Anfragebeantwortung habe eine interne Prüfung des
Ministeriums kein Fehlverhalten festgestellt. Die Veranstaltung sei
im Vorfeld mit der Kirche abgestimmt gewesen, weshalb es auch keine
personellen oder strukturellen Konsequenzen geben werde. Für Mölzer
sei diese Argumentation eine reine Schutzbehauptung, um die eigene
Verantwortung abzuwälzen.
„Wenn ein Bischof buchstäblich den Stecker ziehen muss, weil die
Darbietung unerträglich wird, und das Ministerium danach von einer
‚abgestimmten Aktion‘ spricht, dann ist das an Realitätsverweigerung
nicht mehr zu überbieten. Die NEOS-Ministerin deckt hier ein System
der Verantwortungslosigkeit, in dem Steuergeld völlig sinnlos
verbrannt wird und am Ende niemand schuld sein will. Das ist die
typische Überheblichkeit dieser Systemparteien, die jeden Bezug zur
Lebensrealität und zum Anstand verloren haben“, so der freiheitliche
Kultursprecher.
Abschließend forderte Mölzer eine sofortige Überarbeitung der
Förderrichtlinien für österreichische Kulturforen im Ausland. Es
brauche eine Rückbesinnung auf die Vermittlung echter heimischer
Kulturwerte anstatt der Finanzierung fragwürdiger Nischenprojekte,
die diplomatischen Schaden anrichten: „Wir Freiheitliche werden nicht
tatenlos zusehen, wie das Ansehen Österreichs in der Welt durch
solche Dilettanten beschädigt wird. Es wird höchste Zeit, dass auch
dieser Regierung endlich der Strom abgedreht wird, damit wieder eine
Politik für Österreich und seine Bürger gemacht werden kann!“