Voglauer/Grüne: „Auf Asphalt wächst kein Gemüse“

Wien (OTS) – „Während Dürre und Hitze unsere Ernten bedrohen, werden
gleichzeitig
jene Böden zubetoniert, auf denen unsere Lebensmittel wachsen und die
Wasser in der Landschaft halten. Das gefährdet unsere
Versorgungssicherheit gleich doppelt“, sagt Olga Voglauer,
Landwirtschaftssprecherin der Grünen, zum aktuellen WWF-Bodenreport.

Der Bericht zeigt massive Defizite beim Bodenschutz. Kein
Bundesland verfügt laut WWF über ein verbindliches quantitatives Ziel
zur Reduktion des Bodenverbrauchs.

„Auf Asphalt wächst kein Gemüse – und ein Fachmarktzentrum hält
keinen Tropfen Wasser in der Landschaft. Gesunde Böden produzieren
unsere Lebensmittel, speichern Wasser für Trockenperioden und nehmen
bei Starkregen Niederschläge auf. Wer sie versiegelt, nimmt der
Landwirtschaft Produktionsfläche und der Landschaft ihren natürlichen
Wasserspeicher“, so Voglauer.

Für Voglauer ist deshalb Landwirtschafts- und Umweltminister
Norbert Totschnig gefordert: „Der Minister kann nicht bei jeder Dürre
die Versorgungssicherheit beschwören und gleichzeitig beim Schutz
unserer landwirtschaftlichen Böden untätig bleiben. Österreich
braucht endlich verbindliche Ziele zur Reduktion des Bodenverbrauchs
und einen wirksamen Schutz unserer besten Agrarflächen.“

Auch bei den Förderungen braucht es endlich einen Vorrang für
bereits genutzte Flächen: „Es sollten Leerstände und bereits verbaute
Flächen genutzt werden, anstatt zusätzliche Versieglung auf der
grünen Wiese zu fördern. Entsiegelung vor weiterem Beton – denn Boden
können wir nicht nachproduzieren.“