Wien (OTS) – Anlässlich der ORF-Ausstrahlung der Opernneuproduktion
„Ariadne auf
Naxos“ von den Salzburger Festspielen (24. August, 22.30 Uhr, ORF 2
und ORF ON) bringt die „kulturMATINEE“ am Tag davor, am Sonntag, dem
23. August 2026, um 9.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON das Filmporträt
„Richard Strauss – Skizze eines Lebens“ über Privatleben und Werk des
Komponisten. Die anschließende Dokumentation „Sagenhaftes Ladinien –
Kleine Heimat, große Welt“ (10.00 Uhr) taucht ein in die bezaubernde
Natur und spannende Kultur dieser Südtiroler Region. Mit aktuellen
Berichten und Tipps beschließt eine neue Ausgabe der „kulturWOCHE“ (
10.50 Uhr) den von Martin Traxl präsentierten ORF-Kulturvormittag.
„Richard Strauss – Skizze eines Lebens“ (9.05 Uhr)
Richard Strauss gilt als einer der herausragendsten deutschen
Komponisten des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die
Dokumentation von Barbara Wunderlich und Marieke Schroeder beleuchtet
dessen privates Leben, seine in vielen Schriften überlieferten
Gedanken und sein musikalisches Schaffen. Die Öffnung des
Strauss’schen Familien-Archivs durch Enkel Christian und dessen
Schwägerin Gabriele Strauss-Hotter schafft intensive, fast intime
Einblicke in das außergewöhnliche Leben des Ausnahmekünstlers. Auch
Richard Strauss’ Rolle als Reichsmusikkammer-Präsident stellt sich
dadurch in einem neuen Licht dar. Der Film skizziert die Strauss’sche
Persönlichkeit vor allem anhand zweier Schwerpunkte: der Villa in
Garmisch, die zu seinem Lebensmittelpunkt wurde, sowie der
sinfonischen Dichtung „Sinfonia domestica“, die seine
widersprüchliche Künstlerpersönlichkeit besser widerspiegelt als
jedes andere seiner Werke.
„Sagenhaftes Ladinien – Kleine Heimat, große Welt“ (10.00 Uhr)
Fünf Täler in den Südtiroler Dolomiten bilden gemeinsam die
Region Ladinien. Die von Gegensätzen geprägte Natur hat auf die
Menschen abgefärbt: Die Ladinerinnen und Ladiner sind eine Minderheit
in Südtirol, sie sprechen eine eigene Sprache, leben besondere
Traditionen und sind überdurchschnittlich oft künstlerisch produktiv.
Regisseur Wolfgang Moser trifft auf seiner Erkundungsreise in die
Wunderwelt der ladinischen Kultur namhafte Künstler:innen, wie die
Musikerfamilie Schuen, die sowohl im Ladinischen zu Hause ist als
auch international auftritt.
In einem anderen Teil der Region, dem Grödnertal, hat das
Handwerk eine besondere Bedeutung: Hier begannen Bauern bereits im
16. Jahrhundert mit dem Schnitzen von kleinen Holzfiguren, die bald
als Spielzeug, aber auch als sakrale Skulpturen zu richtigen
Exportschlagern wurden.
Sara und Fabio Desilvestri widmen sich einer anderen uralten
Tradition: Sie versuchen sich in der „Wiederbelebung“ von
historischer Gerste, einer fast vergessenen Getreidesorte.
Bergbauern waren auch die Vorfahren Robert Palfraders, der in
seinem Buch „Ein paar Leben später“ von seiner Kindheit in Ladinien
erzählt.
Heute ist die größte Herausforderung der landschaftlich
malerischen wie rauen Region der Braindrain, die Abwanderung von
Fachkräften und Intellektuellen aus den ladinischen Tälern. Der
Tourismus, der vielen von Armut bedrohten Familien einst zu Wohlstand
verholfen hat, nimmt überhand und droht althergebrachte Traditionen
zu verdrängen. Die Protagonistinnen und Protagonisten im Film kämpfen
mit unterschiedlichen Initiativen dagegen an, um die einzigartige
Magie Ladiniens zu erhalten.