Sankt Pölten (OTS) – „Wir Freiheitliche sind auch heuer wieder live
beim Frequency dabei,
stehen heuer erstmals mit dem FJ-Foodtruck in St. Pölten und
verteilen Eis, Getränke und Sommerartikel. Das ist keine große,
politische Maßnahme, aber unser Zugang: Wir holen die jungen Menschen
dort ab, wo sie sind. Nur so können wir mit den Jugendlichen reden
und sie verstehen“, stellte FPÖ Niederösterreich Jugendsprecher LAbg.
Christian Brenner am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz in St.
Pölten klar.
Der FPÖ liege die Jugend besonders am Herzen. „In unserer
Regierungsverantwortung hat Udo Landbauer mit Schwimm Kids eine
besonders wertvolle Initiative für Kinder und Jugendliche ins Leben
gerufen“, sagte Brenner und verwies auch auf „Radkids NÖ“ und „Nicht
mit mir“. Mit der NÖ-Praktikumsförderung werden zudem freiwillige
Praktika mit 120 Euro pro Woche unterstützt.
„Das sind Maßnahmen, die bereits laufen, nur wir müssen noch
besser werden, vor allem bei der Lehre und dem Handwerk. Österreich
hatte Ende 2025 insgesamt 102.878 Lehrlinge, ein Minus von 3,4 %
gegenüber 2024. Auch in NÖ gab es ein Minus von 3,3 %. Heute fehlen
uns die Lehrlinge, morgen die Elektriker und Installateure. Diese
Entwicklungen dürfen wir nicht hinnehmen“, warnte Brenner, der selbst
mit 15 Jahren eine Lehre zum Elektroinstallationstechniker begonnen
hatte.
GHMS und Vier-Tage-Vollzeitwoche für Lehrlinge
„Ich hatte das Glück, viel Zeit am Bauernhof meines Großvaters
und mit meinem Vater, der Feuerwehr-Fahrmeister war, verbringen zu
dürfen. Ich half schon als Kind bei Reparaturen, später kam ich zur
Jugendfeuerwehr. Ich war handwerklich begabt, wurde gefördert, weil
ich mit meinem Großvater und Vater Glück hatte. Nur dieses Glück
haben nicht alle handwerklich oder technisch begabten Talente. Darum
brauchen wir eine Gewerbe- und Handwerksmittelschule (GHMS). Die Idee
ist eine fünfjährige GHMS, die das bisherige Poly integriert. Die FPÖ
hat 2025 dazu einen konkreten Antrag im Nationalrat eingebracht“, so
Brenner und stellte klar: „Wenn wir Sport- oder Musiktalente an Sport
– und Musikmittelschulen fördern können, warum dann nicht auch
handwerkliche und technische Talente?“
„Lehre bildet nicht nur die Hände aus – man lernt Arbeitsabläufe
zu verstehen, zu antizipieren. Eine gute Lehre bildet Kopf,
Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein aus“, brach Brenner
eine Lanze für den Lehrberuf und berichtete aus seiner Zeit als
Servicetechniker. Man müsse den Lehrberuf noch attraktiver machen:
„Wie mit der freiwilligen Vier-Tage-Vollzeitwoche für Lehrlinge. Ein
Modell, das viele Vorteile hat: Ein Tag weniger Anfahrt, drei freie
Tage. Es soll die Möglichkeit geben, freilich kein Zwang sein“,
unterstrich Brenner.
„Die Arbeitswelt verändert sich, wir müssen neue Wege gehen.
Deshalb unterstütze ich die Gewerbe- und Handwerksmittelschule und
will, dass NÖ bei diesem Thema vorangeht. Wer unsere Jugend stärkt,
stärkt Niederösterreich. Wer Lehre und Handwerk stärkt, sichert die
Zukunft unseres Landes“, schloss LAbg. Christian Brenner.